Szene17.06.2009, 07:54
Google Street View: Google entschärft Bilder
Laut dem Rechtsportal „juris.de“ hat sich Google dazu bereit erklärt, die Forderungen des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zu akzeptieren und wird fortan alle Daten in ihrem Dienst „Google Street View“ bis zur Unkenntlichkeit entstellen, sofern bei Google eine Beschwerde eingeht.
FROM THE ARCHIVEThis article ran in 2009, 17 years ago: back then still under the name ProjectLAN.de, ploynt's predecessor. Dates, prices and links are as they were at the time.
Niemand braucht sich mehr davor zu Fürchten, dass unsympathische Nachbarn oder andere unliebsame Menschen Objekte oder Grundstücke über „Google Street View“ ausspionieren, welche einem persönlich gehören. In einer heutigen Mitteilung verkündete Google, das sie auf die Forderungen eingehen werden und Bilder verwischen, die in die Privatsphäre von Personen eingreifen. Dazu stellt Google einen entsprechenden Link bereit, über den man sich an Google wenden kann und die Entschärfung von Bildern fordern kann.
Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Prof. Dr. Caspar äußerte sich zu dem Kompromiss wie folgt: "Google hat rechtzeitig die Gelegenheit genutzt und ist auf unseren Kompromissvorschlag in allen Punkten eingegangen. Ursprünglich hatten wir zwar die Zusage der Unkenntlichmachung des gesamten Rohdatenbestands gefordert, können mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden sein. Insgesamt wurde in kurzer Zeit viel für den Datenschutz erreicht: Dass die Rohdaten der Widersprechenden im Rahmen einer konkreten Frist endgültig unkenntlich gemacht werden, dass überhaupt eine Widerspruchsmöglichkeit der Betroffenen vor Veröffentlichung der Bilder im Internet eingeräumt wurde und dass das Unternehmen im Internet einen Link für Widersprüche einrichtet, schafft verfahrensmäßige Voraussetzungen für den Schutz des informationellen Selbstbestimmungsrechts für die Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik, die deutlich über das hinaus gehen, was Google im europäischen Kontext zugesteht."
Quelle: juris.de
Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Prof. Dr. Caspar äußerte sich zu dem Kompromiss wie folgt: "Google hat rechtzeitig die Gelegenheit genutzt und ist auf unseren Kompromissvorschlag in allen Punkten eingegangen. Ursprünglich hatten wir zwar die Zusage der Unkenntlichmachung des gesamten Rohdatenbestands gefordert, können mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden sein. Insgesamt wurde in kurzer Zeit viel für den Datenschutz erreicht: Dass die Rohdaten der Widersprechenden im Rahmen einer konkreten Frist endgültig unkenntlich gemacht werden, dass überhaupt eine Widerspruchsmöglichkeit der Betroffenen vor Veröffentlichung der Bilder im Internet eingeräumt wurde und dass das Unternehmen im Internet einen Link für Widersprüche einrichtet, schafft verfahrensmäßige Voraussetzungen für den Schutz des informationellen Selbstbestimmungsrechts für die Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik, die deutlich über das hinaus gehen, was Google im europäischen Kontext zugesteht."
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