Mixed Reality für 1.300 Dollar: Meta will deinen Monitor ersetzen (und deine Daten gleich mit)
Meta hat sein neues Mixed-Reality-Headset vorgestellt, vormals bekannt als „Project Phoenix". Ab Frühjahr 2027 soll es für 1.300 US-Dollar in über 20 Ländern erhältlich sein, mit 5K-Auflösung, eigenem Compute-Puck und Zugriff auf die komplette Quest-Bibliothek. Ob das wirklich den Monitor aus dem Kofferraum verdrängt, ist auch eine Frage von Metas Ruf in Sachen Datenschutz.

Dritter Stock, kein Aufzug, und der 27-Zöller drückt beim Treppensteigen die Ecke der Monitorbox genau in die Rippen. Unten wartet noch der Kofferraum, vollgepackt mit Tower, Kabeln, Tastatur, Standfuß und der Tüte Chips, die eigentlich obenauf sollte. Jeder, der schon mal zu einer LAN-Party geschleppt hat, statt gefahren zu sein, kennt diesen Moment. Genau da wird ein Satz wie „5K-Headset statt Monitor" plötzlich interessant.
Meta hat sein nächstes Mixed-Reality-Headset offiziell vorgestellt, bisher unter dem Codenamen „Project Phoenix" bekannt. Das Gerät hört jetzt schlicht auf den Namen Meta VR Glasses und soll im Frühjahr 2027 auf den Markt kommen, ein genaues Datum steht noch nicht fest.
Das bedeutet Mixed Reality
Mixed Reality mischt echte und virtuelle Welt: Kameras zeigen die reale Umgebung live im Headset, virtuelle Objekte, Menüs und Spiele werden direkt hineingerechnet. Anders als bei klassischer Virtual Reality, die komplett von der Außenwelt abschottet, bleibt man mitten im eigenen Wohnzimmer, nur mit zusätzlichen Bildschirmen und Inhalten obendrauf.
Für die LAN-Party-Packliste theoretisch interessant: Ein 5K-Headset mit eigenem Compute-Puck statt Monitor, Kabelsalat und Standfuß einzupacken, hat schon was. Ob man dafür wirklich seinen Meta-Account aktivieren und der Datenkrake beim Zocken direkt ins Gesicht schauen lassen will, ist eine andere Frage. Meta hat sich in Sachen Entwickler-Freundlichkeit und Datenschutz schließlich nicht gerade einen Ruf zum Vorzeigen erarbeitet, und 1.300 Dollar sind ein stolzer Preis dafür, der eigenen Privatsphäre freiwillig ein Upgrade zu spendieren.
Technik im Überblick:
5K-Micro-OLED-Display, 5,5 Megapixel pro Auge (2.412 x 2.288), 37 Pixel pro Grad, 88° Sichtfeld. Leichtes Headset (~100 g), per optischem Kabel an einen separaten Compute-Puck (~300 g) angebunden. Qualcomm Snapdragon Reality Elite, 12 GB RAM, 128 GB Speicher (per microSD auf bis zu 1 TB erweiterbar). Über 3 Stunden Akkulaufzeit, Schnellladen im Betrieb möglich. Eye-Tracking, Handgesten-Steuerung, 6DOF-Tracking. Kompatibel mit den Meta Quest Touch Plus Controllern. IPD-Bereich 56–70 mm, mit Unterstützung für Sehstärken-Einsätze.

Preis und Verfügbarkeit:
Das Komplettsystem kostet 1.300 US-Dollar, erhältlich in Standard- und Large-Größe. Der Launch ist in über 20 Märkten geplant, darunter USA, UK, Kanada sowie mehrere europäische und asiatische Länder.
Software:
Läuft auf Quest OS mit Zugriff auf die komplette Quest-Bibliothek. Über 75 Spiele sind für Handtracking optimiert, darunter angepasste Versionen von Beat Saber und Tetris Effect. Zum Start mit dabei: Disney+, Peacock (inkl. 3D), HBO, YouTube und Prime Video, dazu IMAX-Enhanced-Zertifizierung mit Dolby Vision und Atmos. Für Produktivität gibt es kabelloses Virtual-Desktop-Streaming und DisplayPort-In-Unterstützung.
Fürs Kofferpacken zur nächsten LAN bleibt der Traum vom Monitor-losen Setup vorerst genau das: ein Traum für 1.300 Dollar, mit Meta als Mitbewohner in der eigenen Bude.
Quelle: Road to VR
