Allgemein24.10.2009, 05:00
StudiVZ erpresst: Geld oder Privatsphäre!
Wenn man so darüber nachdenkt, dann stecken wir als Menschen wahrscheinlich gerade direkt im nächsten Evolutionsschritt. Vielleicht geben uns Anthropologen später Namen wie Homo Internetus oder Homo Ethernet. Denn mittlerweile fristen wir einen großen Teil unseres Daseins im ach so tollen virtuellen Raum - also bei Facebook, Twitter, MySpace und Co. Und so schlecht und unbequem ist dieses Leben im Cyberspace doch gar nicht. Man hat weltweit viele Freunde, es gibt nie schlechtes Wetter und es gibt immer etwas, was unsere Neugier befriedigen kann.
AUS DEM ARCHIVDieser Artikel erschien 2009, vor 17 Jahren: damals noch unter dem Namen ProjectLAN.de, dem Vorgänger von ploynt. Termine, Preise und Links sind der Stand von damals.
Nicht einmal ansteckende Krankheiten können uns etwas anhaben (mal von der Internetsucht abgesehen) - und verletzen kann unser virtuelles Ich auch keiner. Aber halt, stimmt das wirklich? Gab es da nicht soetwas, wie Privatsphäre? Ja, eigentlich schon und Datenschützer auf der ganzen Welt versuchen dieses kleine, aber nicht unwichtige Ding zu wahren. Denn Raubüberfalle passieren nicht mehr nur auf der Strasse, nein auch im Internet ist das mittlerweile eine echte Gefahr, was dieses Beispiel zeigt.
Ein Hacker konnte kürzlich über eine Million Datensätze von der Plattform "SchülerVZ" entwenden. Das war soweit schon durch die Medien gegangen. Dass dieser Hacker aber das Unternehmen zu erpressen versuchte, ist neu. Der 20-Jährige Täter, strafrechtlich nicht unvorbelastet, konnte sich die Datensätze kopieren, in dem er einen "Crawler" zu Hilfe nahm. Dieser durchscannte die Profile und kopierte dabei die Daten ganz einfach.
Ein echter Datenbank-Einbruch lag also nicht vor. Im droht nun ein Gerichtsverfahren wegen Datenmissbrauchs und versuchter Erpressung. Denn er hatte vom Unternehmen 80.000 Euro für die Rückgabe (bzw. Vernichtung) der Daten gefordert. Es ist leider nicht auszuschließen, dass die Datensätze trotzdem an dritte weitergereicht wurden, so dass eine missbräuchliche Weiterverwendung nicht auszuschließen ist.
Bildquelle: jenpix / pixelio.de
Ein Hacker konnte kürzlich über eine Million Datensätze von der Plattform "SchülerVZ" entwenden. Das war soweit schon durch die Medien gegangen. Dass dieser Hacker aber das Unternehmen zu erpressen versuchte, ist neu. Der 20-Jährige Täter, strafrechtlich nicht unvorbelastet, konnte sich die Datensätze kopieren, in dem er einen "Crawler" zu Hilfe nahm. Dieser durchscannte die Profile und kopierte dabei die Daten ganz einfach.
Ein echter Datenbank-Einbruch lag also nicht vor. Im droht nun ein Gerichtsverfahren wegen Datenmissbrauchs und versuchter Erpressung. Denn er hatte vom Unternehmen 80.000 Euro für die Rückgabe (bzw. Vernichtung) der Daten gefordert. Es ist leider nicht auszuschließen, dass die Datensätze trotzdem an dritte weitergereicht wurden, so dass eine missbräuchliche Weiterverwendung nicht auszuschließen ist.
Bildquelle: jenpix / pixelio.de
Kommentare 4
- 0BetrayaL1. Kommentarich hab mich inzwischen bei dem ganzen quatsch abgemeldet und warte nur noch das google die letzten spuren aus dem cache löscht.
- 0Ich bin eigentlich der Meinung, dass StudiVz ganz gut is, aber ich find es absolut unfair wenn chefs das bei nem Bewerbungsverfahren ausnutzen und dadrin rumschnüffel! Das system und das layout find ich allerdings nich schlecht! wenn man mal den seitenaufbau betrachtet und die navigation durch die gesamte homepage, dann sind die echt klasse! da ich ja sowas zur zeit beruflich mache, stöber ich auch öfters im internet.... schaut euch mal http://www.yourdelivery.de an und sagt mal was dazu!
- 0vielleicht besser, zum direkt draufkommen: 😉 schaut euch das mal an und findet mal ähnliches...
- 0Kam vorhin im Radio: Der Tatverdächtige, ein 20 Jahre alter Mann aus Erlangen, hat in der Jugendstrafanstalt Plötzensee Selbstmord begangen. http://www.zeit.de/newsticker/2009/10/31/iptc-bdt-20091031-184-22853916xml
Traurige Sache.
??
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