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Seit einiger Zeit stagnieren gerade in den Industrieländern wie Japan die Absatzzahlen beim Desktop-PC-Verkauf. Während der Bedarf in den Entwicklungsländern immernoch weltweit für satte Zuwachsraten (2007: 12 Prozent) sorgt, ersetzen auch hierzulande immer mehr Notebooks und vor allem Spielekonsolen den guten alten "stationären Einzelplatzrechner" nach IBM's jahrzehntealter Grundrezeptur. Gerade die jährlichen Verkaufszahlen von Video- als auch Computerspielen geben Auskunft darüber, womit die Deutschen am liebsten Daddeln: Konsole oder Rechner.
aD04.86Gewußt haben wir es doch alle schon immer. Videospiele verbessern die Koordination zwischen Hand und Auge. Wofür auch immer das nützlich sein kann. Doch für eine Berufsgruppe ist das ordinäre Videospiel ein gängiges Mittel um deutlich die Arbeitseffizienz zu steigern und dadurch womöglich sogar leben zu retten. Laut einer Studie aus den "Archives of Surgery" verbessert regelmäßiges Videospielen die manuellen Geschicklichkeiten von Chirurgen bei Operationen, die einen Bildschirm geführt werden. "Joypad" ist dabei ein Spezialendoskop samt Lichtquelle und Videokamera (laparoskopischer Eingriff). Die bereits 2002 von James Rosser Jr. durchgeführte Studie am Beth Israel Medical Center in New York soll aufzeigen, wie sich wissenschaftlich nachgewiesene Effekte des Videospielens, wie z.B. verkürzte Reaktionszeiten oder die Verbesserung der visuellen Aufmerksamkeit, positiv auf die Abeit eines Chirurgen auswirken können. Rosser selbst bezeichnet sich als "Videospieler der ersten Stunden" und seine Kollegen würden ihn einen hervorragenden Operateur nennen. Und tatsächlich: Die gewohnheitsmäßigen Zocker unter den Fortbildungswilligen machten bei den simulierten Operationen durchschnittlich 37% weniger Fehler und waren 27% schneller als ihre unerfahrenen Kollegen. Insgesamt betrachtet erbrachten die Teilnehmer, die mehr wie 3 Stunden pro Woche zur Konsole greifen, 47% bessere Ergebnisse bei lakroskopischen Eingriffen. Allerdings warnen an der Studie beteiligte Psychologen davor, dass übermäßiges Videospielen einen gegenteiligen Effekt hervorrufen könnte. Zu häufiges Spielen kann antisoziales Verhalten und aggressive Gedanken begünstigen sowie die akademische Laufbahn verhindern.
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