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Szene21.04.2009, 06:34← All News

Midnight Raid Attack – per SMS Smartphones hacken

RonnyRonny830 readers2 min read

In einem Bericht des amerikanischen Unternehmens Trust Digital, wird auf die Gefahr von so genannten „Midnight Raid Attacks“ hingewiesen. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, Smartphones zu kontrollieren, indem man an diese eine einfache SMS sendet. Inwieweit bisher Fälle auftraten und welche Folgen diese neuen Möglichkeiten mit sich bringen, erfahrt ihr in dieser News.

Midnight Raid Attack – per SMS Smartphones hacken
Es ist Nacht und plötzlich leuchtet das Smartphone für einen kurzen Moment auf. Ein Blick auf dieses verrät, dass es sich nur um eine SMS handelt. Eilig öffnet man die SMS, weil man eigentlich weiterschlafen, aber auch nicht wichtige Infos verpassen möchte. In der SMS befinden sich nur komische Zeichen und voller Frust löscht man diese, legt das Gerät beiseite und widmet sich seinem verdienten Schlaf. Kurz nachdem man eingeschlafen ist, beginnt das Smartphone mit dem Senden von Daten aus dem Handy an eine unbekannte Adresse.

„Midnight Raid Attack“ nennt sich die neue Gefahr, welche jetzt durch das Unternehmen Trust Digital vorgestellt wurde. Mit dieser Attacke können Cyberkriminelle die Kontrolle über ein Smartphone erlangen. Dazu senden Sie eine SMS an das Opfer, welche automatisch den Browser des Smartphones startet oder weitere SMS an andere Handybesitzer weiterleitet. Marco Preuß von Kaspersky Lab Central Europe äußerte sich zu diesem Thema wie folgt: „Theoretisch hat ein Angreifer die Kontrolle über das Smartphone und könnte so Zugriff auf Daten erhalten.“

Bisher gibt es noch keinen bekannten Fall einer „Midnight Raid Attack“, da es sich bei der Demonstration durch die Firma Trust Digital nur um eine Machbarkeitsstudie, ein so genanntes „Proof of Concept“ handelte. Das Unternehmen bewies mit dieser Studie, dass es prinzipiell möglich ist, Smartphones per SMS zu kontrollieren. Jedoch zielen Attacken von Cyberkriminellen immer auf einen finanziellen Nutzen ab und zurzeit kann sich noch keiner vorstellen wie man diesen mit einer solchen Attacke erlangen kann.

Auf unsere Frage wer in Zukunft für die Sicherheit für Smartphones zuständig sein wird, erhielten wir von Marco Preuß folgende Aussage: „Die Verantwortung wird in Zukunft sicher auf beiden Seiten liegen. Hardware-Hersteller werden grundlegende Schutzmechanismen implementieren und Provider Sicherheitsdienste anbieten. Aber auch der Nutzer wird Verantwortung tragen, da eine komplette Kontrolle durch Hersteller oder Provider nicht möglich ist. Smartphones sind nur eine verkleinerte Form eines normalen Personal-Computers, bei welchem sich ebenfalls Hersteller und Nutzer die Verantwortung über die Sicherheit teilen.“

Die Studie zeigt letztendlich, dass es derzeit keine sichere Plattform gibt. Auch Smartphones können durch Cyberkriminelle attackiert und ausgehorcht werden. In Zukunft werden sich Verbraucher und Firmen auch in diesem Sektor mit Schutzvorrichtungen beschäftigen dürfen.

Quellen: pressetext.de, Wikipedia (Proof of Concept)
Interviewpartner: Marco Preuß, Virus Analyst und Mitglied des Global Research and Analysis Teams, Kaspersky Lab Central Europe
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