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Szene16.03.2009, 08:37← All News

Second Life mit eigener Pornosektion

RonnyRonny1,632 readers1 min read

Bekommt Second Life eine eigene Herbertstraße? Diese Frage darf man sich bewusst stellen, denn die Betreiber von Second Life, die Firma Linden Lab, kündigte vor wenigen Tagen an, dass sie separate P18 Bereiche in Second Life integrieren möchte, um die restlichen Inhalte klar von den Sexuellen zu trennen. In eigens dafür geschaffenen Bereichen, dürfen sich dann nur noch die virtuellen Personen aufhalten, welche nachweislich das reale 18. Lebensjahr vollendet haben.

Second Life mit eigener Pornosektion
Second Life wird endlich erwachsen. In einer jetzt veröffentlichten Pressemitteilung, erklärte der Betreiber Linden Lab, das man die Porno und Sexinhalte in Zukunft klar von den restlichen Inhalten trennen will. Dazu will Linden Lab eine Alterszertifizierung einführen, mit der überprüft wird, ob der entsprechende Nutzer bereits volljährig ist. Dies könnte in Deutschland über das klassische Post-Ident Verfahren vollzogen werden. Bei diesem Verfahren, welches schon andere Portale und Webseitenbetreiber erfolgreich nutzen, muss man sich bei einer Poststelle ausweisen. Anschließend versendet die Post ein vorgefertigtes Schreiben an den Betreiber des Webangebotes.

Warum Second Life diesen Schritt geht, erklärte der neue CEO-Chef Marken Kingdon. Laut seinen Analysen gibt es zurzeit bei Second Life drei wichtige Zielgruppen. Zum einen sind dies Einzelpersonen, Bildungsanwendungen und Businesseinrichtungen. Alle drei Bereiche werden derzeit in Second Life immer wieder mit sexuellen Inhalten konfrontiert. Einige wenige dieser Gruppen versuchen diesen Bereich aktiv für sich zu nutzen. Mit den neuen virtuellen „Herbertstraßen“ werden in Zukunft klare Regionen eingerichtet, in denen sich die Second Life Bewohner aufhalten können.

Dass sich diese Pläne durchaus in bare Münze verwandeln könnten, zeigen die zahlreichen Angebote im Web, welche sich mit pornografischen Erlebnissen beschäftigen. Bei diesen Portalen bezahlen die Nutzer eine monatliche Gebühr a la „World of Warcraft“ um die Inhalte aktiv zu nutzen. Zudem ist es denkbar, dass gerade die Sexindustrie Second Life für sich entdeckt und in diesen Zonen eigene Shops eröffnet, in denen man schon einmal das nächste Utensil virtuell erwerben kann.

Quellen: pressetext.de, Linden Lab (Pressemitteilung), Herbertstraße (Wikipedia), nationalpost.com (Bild)
Comments 1
  • 0
    BaluBaluFirst comment

    Nanu...

    ...war nicht letztens in den einschlägigen Online-Magazinen noch die Rede vom bevorstehenden "Aus" für Second Life die Rede?

    Nun ja, ein abgeschiedenes (Besen-)Kämmerchen für die Triebgesteuerten abseits der Öffentlichkeit ist mit Sicherheit eine gute Idee, zumal sich das Ganze aufgrund der Ident-Klamotte sicherlich auch gut überwachen lässt, falls da irgendwelche Pädophilen ihr Unwesen treiben.
??
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