Während vor allem die Bankenkrise auch in Frankreich die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt und neben US-Wahl und Kriegseinsätzen die Köpfe beherrscht, plant Präsident Nicholas Sarkozy so ganz nebenbei den flächendeckenden Einsatz von Überwachungskameras in der französischen Hauptstadt.

Die unter der Losung „Tausend Kameras für Paris“ laufenden Pläne sehen eine Vervierfachung der in Paris derzeit eingesetzten Überwachungskameras vor. In Anlehnung an die britische Hauptstadt London, derzeit Europas am stärksten von Videokameras überwachte Metropole, versucht Sarkozy so die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. "Für mich besteht kein Widerspruch zwischen dem Respekt für individuelle Freiheiten und dem Installieren von Kameras, um die Sicherheit aller zu schützen", rechtfertigt er das Vorhaben.
Zur Abwehr der „Bedrohungen durch Kriminalität und Terrorismus“ sollen zusätzlich zu den bereits vorhandenen 330 Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen weitere 1000 folgen. Nicht nur die hohen Kosten werden von den Kritikern bemängelt. Auch die Wirksamkeit darf angezweifelt werden. Ebenso verweisen die Gegner von Überwachungskameras auf die eventuellen negativen Auswirkungen auf die Privatsphäre und das Verhalten der Bevölkerung. Es wird befürchtet, dass das Gefühl der ständigen Überwachung bei den Betroffenen zu Ängsten und Unsicherheiten führen kann. Dies führe womöglich zu einem weniger mutigen, eher angepassten Verhalten.
Sarkozys Entscheidung dürfte der in Lyon sitzenden internationalen Polizeibehörde Interpol durchaus in die Karten spielen. Wie bekannt wurde, streben die Verbrechensbekämpfer eine internationale Datenbank für Gesichts-Biometrie an, um mutmaßliche Täter besser identifizieren zu können. Und entsprechende Kameras sind schon seit einiger Zeit in der Diskussion.
Aber was hält eigentlich unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Thema „Videoüberwachung“?
P.S. Großes Kissen zum Boxen oder Reinschimpfen bereithalten ;-)
Quelle: http://www.gulli.com,Quelle

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