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Szene05.09.2008, 08:45← Alle News

Politiker fordern erneut Verbot von Killerspielen

RonnyRonny1.241 LeserLesezeit 1 Min

Irgendwann sollte das Thema des Verbots von so genanten „Killerspielen“ auch in der Politik ausgelutscht sein. Doch nicht wenn es nach den Meinungen der Bayern geht. Diese warfen vor kurzem erneut die Diskussionsrunde um das Thema „Verbot von Killerspielen“ an. Und während in Deutschland erneut diskutiert wird, gibt es die erste Verbotswelle in Thailand.

Politiker fordern erneut Verbot von Killerspielen
Manchen Politiker bereitet die Darstellung von Gewalt und Grausamkeiten in Computerspielen mehr Sorgen, als die eigentlichen Probleme im Lande. Ein dieser Vorreiter ist der neue bayrische Innenminister Joachim Herrmann. Am vergangenen Montag forderte er erneut ein Verbot der Killerspiele und dies zu einem Zeitpunkt da die Diskussion um ein solches Verbot abgeschlossen schienen.

Mehrere Expertengruppen haben sich eindeutig gegen ein Verbot ausgesprochen. So wies unter anderem Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, darauf hin, dass Deutschland eines der Länder ist, in dem es die härtesten Jugendschutzbestimmungen gibt. Olaf Zimmermann meinte zur Entfachung der erneuten Debatte nur, "Sowohl in der Politik als auch in den Verbänden bestand Einvernehmen, dass die Kraft besser in die Ausbildung von Medienkompetenz bei Kindern gesteckt werden sollte, statt in einen Verbotssanktionismus zu verfallen, der in Zeiten des Internets ohnehin schwer durchsetzbar ist"

Warum gerade jetzt das Thema erneut aufgegriffen wurde, kann man nicht sagen. Vielleicht liegt es daran, dass erst in dieser Woche bekannt wurde, dass Thailand, nach dem spektakulären GTA Taxi Raub, eine Liste von Spielen bekannt gab, welche ab sofort nicht mehr in Thailand verkauft werden dürfen. Darunter Hitman, Hitman: Blood Money und 300: The Video Game. Erstaunlich ist nur, dass GTA nicht auf dieser Liste auftaucht, was wahrscheinlich daran liegt, dass das Spiel nicht mehr nach Thailand importiert werden darf.

Quelle: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=080904030, www.pressetext.de;http://asia.cnet.com/blogs/technology-thailand/post.htm?id=63006134&scid=hm_bl, asia.cnet.com;http://www.collider.com/uploads/imageGallery/Hitman_Movie/hitman_movie_image_timothy_olyphant.jp

Kommentare 11
  • 0
    BaluBalu1. Kommentar

    Warum? Darum...

    Warum gerade jetzt das Thema erneut aufgegriffen wurde, kann man nicht sagen.


    Bist du sicher? Hallo, Ende September - sprich in drei Wochen - sind Landtagswahlen im Freistaat. Ist doch klar, dass man damit vor allem bei den "Computer-Unkundigen", aber auch bei Senioren und Familien punkten will.
    Bayern eben. Leider.
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    RonnyRonny

    Wenn man keine Themen hat

    @Balu....Da kannst du durchaus ins Schwarze getroffen haben.

    Wer stellt zur Zeit die meisten Wählerstimmen ind Deutschland? Die Rentner. Und wenn man denen einredet, dass die Schuld an der"verwahrlosten" Jugend bei den Killerspielen zu suchen ist.....na wenn das mal keine Stimmen bringt.
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    AllesrealAllesreal

    Tja

    Die alte Masche wieder des sogenannten "Wahlkampfes". Das Problem dabei ist nur, dass die Politiker gar nicht wissen wovon sie reden (wie so oft auch) und die USK-Bewertungen keinen Sinn machen. Die Politiker möchten mal wieder nur Wähler gewinnen auf Kosten einer Industrie die Milliarden-Umsätze hervorbringt und eigentlich von der Planung schon genung Schaden nehmen. Denn die Spiler finden immer einen Weg an Sachen zu kommen.
  • 0
    BaluBalu

    Doch...

    ...die wissen ganz genau, wovon sie reden. Nämlich von einem Thema, von dem der deutsche Durchschnittsbürger eigentlich gar keine Ahnung hat. Das, was er meint über das Thema zu wissen, kommt grundsätzlich aus der Retorte der Medien - Bild, Express, B.Z., Abendzeitung, Abendzeitung oder Merkur beispielsweise bei den Printmedien für den unterprivilegierten Leser; SZ, FAZ, taz, die Zeit, Rheinische Post, Spiegel, Stern oder Focus für die Pseudo-Intellektuellen.
    Bei den Fernsehsendern geht es ja quer durch alle Sparten.
    Dort wird das Thema zu neunzig Prozent reißerisch aufgemacht und präsentiert. Schließlich ist die Vielfalt der sogenannten Killerspiele - sprich alles was sich "Shooter" nennt - doch simpel als Ursache für die "verwahrloste Jugend" heranzuziehen. Da werden soziales Umfeld, Erziehungsversagen und Bildungsnotstand doch gerne in den Hintergrund gestellt, da man hier der großen allseits beneideten Spielelobby ans Eingemachte und somit ans Bein pullern kann.
    Von zehn Berichten über Computerspiele beschäftigen sich neun mit Shootern und deren Einfluß auf genau solche "Problemkinder" - und vernachlässigen mal eben den wirklichen Hintergrund - alleinerziehende Elternteile, soziale Brennpunkte mit hohem Immigrationsanteil, Schulen mit Lehrermangel bzw. unmotiviertem und überfordertem Bildungspotential.
    So schauts nämlich aus. Leider agiert die Spieleindustrie zu wenig gegen diese Vorurteile und tut erst recht zu wenig, um die Länder und den Bund bei genau diesem Thema zu unterstützen und vielleicht einen Teil der gigantischen Gewinne in das deutsche Bildungssystem zu investieren. Weil hier nämlich Bund und Länder ebenso versagen - mit Ausnahme von Bayern - und das nachweislich. Die machen nämlich in Sachen Bildung (leider) allen anderen was vor. Und haben deswegen gut lachen...
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    agplayeragplayer

    zu den Pseudo-Intellektuellen

    Ich finde da übertreibst du es, Balu. Es ist doch so, dass der einzige Faktor für Intelligenz nicht nur das Wissen über Computerspiele ist. Klar, die Leute haben keine bzw. nur ein bisschen Ahnung bei solchen Themen, aber deshalb sind die Magazine, die solche Klischees der Computerspiele bekräftigen, nicht gleich nur für Pseudo-Intellektuelle. Das sind eben die Medien. Da zählen nur die Extremen. In diesem Fall berichten sie eben über "Killerspiele". Vielleicht sagen sie in ein paar Jahren, nachdem herausgefunden worden ist, dass "Killerspiele" für bessere Leistungen sorgen, schreiben, dass jetzt jeder sich so ein "Bildungsspiel" zulegen sollte^^
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    BaluBalu

    Da hast du Recht...

    ...allerdings war meine Formulierung beabsichtigt, um die ganze Angelegenheit extrem überspitzt darzustellen. Denn auch nicht jeder "Revolverblatt"-Leser ist unterprivilegiert oder gar minderbemittelt genau wie nicht jeder Spiegel-Leser ein Intellektueller ist. Es geht mir nur darum, die Extreme herauszuheben, um auf das eigentliche Problem aufmerksam zu machen, die verschiedenen Ursachen.

    Genauso wie der 08/15-Wähler (falls er sich überhaupt die Zeit nimmt, zur Wahl zu gehen) sich keinen wirklichen Gedanken über die Stimmabgabe macht.
    Häufige Faktoren für das "Kreuzchen":
    - persönliche Sympathie für den einen oder anderen Kandidaten ("der ist aber auch auch attraktiv"),
    - die gleiche Partei, welche Freunde bevorzugen ("wir wählen die, weil Peter, Paul und Mary die auch wählen"),
    - die Eltern haben schon immer so gewählt ("Papa hat gesagt, ABC ist gut für uns"),
    - eigene Gewöhnung ("die hab ich schon immer gewählt"),
    - Protestwahl ("denen zeig ichs diesmal und wähle die Purpurrosagestreiften"),
    - Resignation ("die gewinnen ja eh, dann können sie auch meine Stimme haben"),
    - Beurteilung der Partei nach (häufig von den Medien gesteuerten) Fähigkeitsprofil ("Partei XYZ zerlegt sich selbst" oder "Der bessere Kandidat wegen blablabla")

    Wir haben viele Wähler, die sich nicht mit dem eigentlichen Parteiprogramm auseinandersetzen, sondern ihr Fähnchen nach irgendeinem Wind richten. Allerdings sind sich gewisse Volksparteien heute so ähnlich, daß es fast gar keinen Unterschied macht, welcher politischen Farbe man seine Stimme gibt. Daher sollte man sich schon eher mit dem "Was kommt danach und was bringt es dem Land/dem Bundesland/der Kommune?" beschäftigen. Oder mit einem realen Beispiel belegt, "Sozial" steht sowohl im Namen der SPD als auch der CSU, bei den anderen steht es gar nicht drin. Sind erstere also sozialer als die anderen? Oder wählen nur Christenmenschen CDU/CSU?

    Auch hier habe ich wieder absichtlich übertrieben, denn die Diskussion könnte man unendlich fortsetzen. Ein jeder muss selbst wissen, wo er sein Kreuz macht, nur sollte das nach Überzeugung geschehen und nicht, weil irgendwer sagt "Du musst es DA machen". Egal ob "Dumpfbacke von Baracke 8", "Deutscher Durchschnitts-Michel" oder "hochintelligentes Extremgenie".

    Und daß "Killerspiele" für bessere Leistungen sorgen und mittlerweile sogar die Teamfähigkeit fördern, ist schon länger erwiesen. Daß wird aber niemanden davon abhalten, sie weiter zu verteufeln.

    Wichtig ist, was Stimmen bringt - und das wird immer so bleiben... leider.
  • 0
    BaluBalu

    Smilies...

    ...sind Klämmerchen und waren nicht beabsichtigt, der hier schon -> 😉
  • 0
    agplayeragplayer

    du solltest Journalist werden

    da hast du Recht, du könntest ja jetzt auch Journalist werden^^
    zu den Politikern und der Symphatie: Kennst du irgendeinen Politiker, der gut aussieht bzw. gut ausgesehen hat??#
    also die Angie und den Beck würde ich schonmal lausschließen 🙂
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    agplayeragplayer

    Beck

    ok der Beck wurde jetzt ja vom Steinmeier ausgeschlossen
    Und der Steimeier mit seinem Sexappeal wird jetzt eh die Wahl gewinnen^^
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    BaluBalu

    Du wirst lachen...

    ...ich habe in den 90ern lange als freier Journalist bei verschiedenen Printmedien gearbeitet. Daher kenne ich die Branche und das "Dahinter" sehr gut. Leider muss man da heutzutage quasi über Leichen gehen und sollte keine anderen Interessen, vor allem keine Beziehung haben. Und die Kohle ist ebenfalls knapp bemessen.
    Da mache ich lieber was Handfestes und schreibe in der Freizeit, allerdings habe ich davon momentan leider zu wenig über, deswegen ist es auch etwas stiller um meine Person.

    Einen relevanten Artikel von mir zum Thema Killerspiele findest du oben unter "Artikel zur News", eine kleine Glosse.
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    agplayeragplayer

    *lach*

    hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaahahaha xDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD
    XPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPP
    so genug gelacht^^
??
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