Amoklauf an Uni - Killerspiele schuld?
Sicher habt ihr schon in irgendeiner Weise davon erfahren. Am gestrigen Tag, um 7.15 Uhr Ortszeit ging im Polizierevier in Blacksburg, Virgina der erste Notruf ein. Auf dem Campus der ortsansässigen Universität sollen Schüsse gefallen sein. Achteinhalb Stunden später wurden von offizieller Seite her 33 Todesopfer bestätigt. Darunter der Schütze selbst.
"Wir haben 40 oder 50 Schüsse gehört. Zwei Minuten später sprangen wir aus dem Fenster. Ich war benommen, als ich wieder zu mir kam. Dann hörte ich Schüsse, die durch Glas schlugen, und mir wurde klar: Bloß weg hier. Jemand erzählte mir, meinem Professor sei ins Gesicht geschossen worden, er hätte es nicht geschafft. Aber ich weiß es nicht genau." (SPIEGEL ONLINE)
Bisher kannte man derlei Vorfälle nur von US-amerikanischen und deutschen Schulhöfen. Der gestrige Amoklauf an der Universität von Blacksburg ist somit auch der erste an einer Hochschule.
Bei diesen Zeilen zum Thema will ich es belassen. Zumal der interessierte Leser momentan mehr Informationen dazu in allen gängigen Medien erhält (siehe Link). Oder man kauft sich gleich die heutige Ausgabe der BILD, die mit verwundeten Studenten in Großaufnahme auf der Titelseite wirbt.
Spannender für unser Metier dürften folgende, wenn auch vorgegriffene Fragen sein: Was passiert, wenn man auf der Festplatte des Amokläufers Ego-Shooter ("Killerspiele") findet? Wird sich dies womöglich auf die deutsche Politik und ihren Umgang mit derartigen Spielen auswirken?
Zur Erinnerung: Littleton, Erfurt und Emsdetten. Die Taten der für die zahlreichen Toten und Verwundeten verantwortlichen Jugendlichen wurden auch mit deren Computerspielkonsum in Verbindung gebracht und trugen nicht zuletzt zur Formung der abstrusen Néologisme "Killerspiele" bei.
Nachtrag, 18.04.07:
Der Todesschütze asiatischer Abstammung war als Einzelgänger und Sonderling bekannt. Er soll Frauen auf dem Campus nachgestellt sein und soll Fotos von Studenten ohne deren Erlaubnis gemacht haben. Seinen ehemaligen Mitbewohnern erzählte er von einer imaginären Freundin sowie von Selbstmordgedanken. Eine der beiden Tatwaffen, eine Glock 19 samt Munition, kaufte er Anfang März.
Bisher konnten keine offensichtlichen Beweggründe des Täters ausgemacht werden, da er auch kaum Kontakt zu anderen Leuten hatte und auch keinen Abschiedsbrief, wie etwa Bastian B. (Emsdetten), hinterließ, welcher etwaige Motive Aufschluß geben könnte. Allerdings wurde der Computer des Täters und eine externe Festplatte beschlagnahmt, deren Daten aber scheinbar noch nicht inhaltlich überprüft wurden.
Quelle: www.cnn.com
Noch am Tag der Tat äußerte sich Jack Thompson, einer von Amerikas schärfsten Verfechtern eines Verbots von gewalttätigen Videospielen, im amerikanischen Fernsehen. Ohne jegliche Informationen über den Täter und dessen Motive zu haben, lag für ihn der Hauptgrund für das Massaker bereits völlig offensichtlich auf der Hand: Computerspiele. Das Interview findet ihr bei youtube.com.
Bisher kannte man derlei Vorfälle nur von US-amerikanischen und deutschen Schulhöfen. Der gestrige Amoklauf an der Universität von Blacksburg ist somit auch der erste an einer Hochschule.
Bei diesen Zeilen zum Thema will ich es belassen. Zumal der interessierte Leser momentan mehr Informationen dazu in allen gängigen Medien erhält (siehe Link). Oder man kauft sich gleich die heutige Ausgabe der BILD, die mit verwundeten Studenten in Großaufnahme auf der Titelseite wirbt.
Spannender für unser Metier dürften folgende, wenn auch vorgegriffene Fragen sein: Was passiert, wenn man auf der Festplatte des Amokläufers Ego-Shooter ("Killerspiele") findet? Wird sich dies womöglich auf die deutsche Politik und ihren Umgang mit derartigen Spielen auswirken?
Zur Erinnerung: Littleton, Erfurt und Emsdetten. Die Taten der für die zahlreichen Toten und Verwundeten verantwortlichen Jugendlichen wurden auch mit deren Computerspielkonsum in Verbindung gebracht und trugen nicht zuletzt zur Formung der abstrusen Néologisme "Killerspiele" bei.
Nachtrag, 18.04.07:
Der Todesschütze asiatischer Abstammung war als Einzelgänger und Sonderling bekannt. Er soll Frauen auf dem Campus nachgestellt sein und soll Fotos von Studenten ohne deren Erlaubnis gemacht haben. Seinen ehemaligen Mitbewohnern erzählte er von einer imaginären Freundin sowie von Selbstmordgedanken. Eine der beiden Tatwaffen, eine Glock 19 samt Munition, kaufte er Anfang März.
Bisher konnten keine offensichtlichen Beweggründe des Täters ausgemacht werden, da er auch kaum Kontakt zu anderen Leuten hatte und auch keinen Abschiedsbrief, wie etwa Bastian B. (Emsdetten), hinterließ, welcher etwaige Motive Aufschluß geben könnte. Allerdings wurde der Computer des Täters und eine externe Festplatte beschlagnahmt, deren Daten aber scheinbar noch nicht inhaltlich überprüft wurden.
Quelle: www.cnn.com
Noch am Tag der Tat äußerte sich Jack Thompson, einer von Amerikas schärfsten Verfechtern eines Verbots von gewalttätigen Videospielen, im amerikanischen Fernsehen. Ohne jegliche Informationen über den Täter und dessen Motive zu haben, lag für ihn der Hauptgrund für das Massaker bereits völlig offensichtlich auf der Hand: Computerspiele. Das Interview findet ihr bei youtube.com.
Quelle: http://www.spiegel.de/,Quelle: SPIEGEL ONLINE
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Ich hatte das
absolut noch nicht mitbekommen, deshalb danke für die News. Das soziale Umfeld auf einer Hochschule ist eigentlich um ein vielfaches freundlicher und die Studenten ansich auch mental gefestigter als auf einer Allgemeinschule. Deswegen verwundert mich die Tat gerade an einem solchen Ort. - 0
Genau das...
war auch mein erster Gedanke. Aber wenn man an die massive Ausweitung der Jugendphase in unserer heutigen Zeit gg.über z.B. vor 40 J. denkt & die damit einhergehende verzögerte Charakterfestigkeit (eines bspw. 20jährigen), dann scheint dies nicht so weit hergeholt.
[soz.päd] Zusätzlich können natürlich auch die negativen Eigenschaften und Auswirkungen einer kapitalisierten und entfremdeten (amerikanischen) Gesellschaft auf einige Individuen nicht gerade förderlich wirken...bla [/soz.päd] - 0FEferkel
Killer Spiele !!!!!!!!
Wenn ich das schon lesen muss muss ich Kot.....Spiel haben noch niemanden getötet .Wenn ein Land ÖFFENDLICH Waffen verkauft muss mann sich doch nicht wundern Oder !!!!! Dann bin ich auch dafür das mann Schützenvereine Verbietet . Wenn mann schon von Emsdetten spricht woher hatte denn der durchgeknallte die Waffen ? Bei Papi aus dem Schrank !!! ODER ?
Ich wurde es verstehen wenn wir in Deutschland langsam Amerikanische Verhältinse hätten .Aber wegen eines Irren gleich von
Killerspielen zured - 0ORorin
wie zu erwarten
da hammers doch wieder. grad kam in den nachrichten das der schütze killerspiele liebte. alles andere ist unwichtig. klaro!!! - 0
Es gibt
also keinen wirklich Zusammenhang zwischen Tat und Computerspielen. In dem Fall trau' ich mal den amerikanischen Medien in Gestalt von CNN mehr, wie den Deutschen, die für die aktuelle Debatte hier einfach unbestätigte Fakten im Sinne ihrer Sache auslegen. Natürlich Benzin im Feuer unserer "Stammtischpolitiker". - 0
warum killerspiele verbieten?
wieso sollte man denn Killerspiele verbieten? Das was tötet sind immer noch die Waffen. Es ist zwar genauso doof, grundsätzlich alle Waffen (aus dem Hobbybereich (politisch ist das wieder was anderes^^)) zu verbannen, aber es würde auf alle Fälle solche Amokläufe aus allen möglichen Gründen verhindern (ja, es sind nicht immer nur die Killerspiele die Gründe)
Das Problem ist nur, dass die Waffenindustrie wichtiger als die Killerspielindustrie ist :/
??
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