Seit Anfang dieses Jahres wird im südfranzösischen Cadarache an der Entstehung des weltweit ersten Forschungsreaktors einer Kernfusionsanlage gearbeitet. Der so genannte ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) soll nach einer rund zehnjährigen Bauzeit in Betrieb gehen. Die Finanzierung des 10 Milliarden Euro- Projektes wurde im ITER-Vertrag vom 21. November 2006 sichergestellt und von den sieben gleichberechtigten Partnern Europäische Union (inklusive Schweiz), Japan, Russland, VR China, Südkorea, Indien und den USA in Paris endgültig ratifiziert. Bereits 1985 entschieden die USA, Russland und Frankreich über eine Zusammenarbeit bei der Forschung, welche 1988 damals erste Planungen am deutschen Max-Planck-Institut für Plasmaphysik zu Folge hatten.
Die Aussichten auf eine gute Umweltverträglichkeit einerseits und Energie im Überfluss andererseits sind bei derartigen Kraftwerken sehr verlockend. Ein Kilogramm Wasserstoff erzeugt den gleichen Energiewert, der bei der tagtäglichen Verbrennung von 10.000 Tonnen Kohle erzeugt wird. Dabei werden im Gegensatz zur Kohleverbrennung keinerlei Treibhausgase freigesetzt. Die zur Kernfusion benutzen Isotope Deuterium und Tritium haben jeweils eine Halbwertszeit von ungefähr 50 Jahren. Endlager für radioaktiven Müll, so wie es bei Atomkraftwerken der Fall ist, wären so nicht nötig.
Sollten die Ergebnisse aus den nachfolgenden 20 Jahren Betriebszeit positiv ausfallen, dann könnte das erste reguläre Fusionskraftwerk ab 2060 ihren Dienst aufnehmen.
Fraglich ist nur, ob der Energiehunger der wachsenden Weltbevölkerung noch bis dahin warten kann.
Abb.: Schnitt durch den geplanten Kernfusionsreaktor ITER
Quelle: http://www.iter.org,ITER;http://tinyurl.com/25nv4,Bildquelle;
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Sehr sehr interessant
Man bekommt bei solchen Nachrichten aber auch immer mehr die Befürchtung, dass wir uns nach und nach eine einer Energiekrise nähern.
Danke für die News, aD. 🙂 - 0
Ich denk eher daran,
dass wir das nicht mehr miterleben werden, wie die Dinger "Standart" werden.

Torsten0
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