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Szene21.02.2007, 05:55← Alle News

ESBL vor der Insolvenz?

aDaD1.760 LeserLesezeit 2 Min

Womöglich droht der Traum von einer weiteren öffentlich-kommerziellen Etablierung des eSports in der deutschen Medienlandschaft neben GIGA TV jäh zu zerplatzen. Am 19.02.07 ist über das zuständige Insolvenzgericht, das Frankfurter Amtsgericht, ein Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der ESBL GmbH eingeleitet worden.

ESBL vor der Insolvenz?
Die im August 2005 unter dem Dach der WLES (World League eSports) gestartete ESBL (eSports Bundesliga) hat sich das Ziel gesetzt, „den elektronischen Sport in Europa zu mehr medialer Präsenz zu bringen und langfristig Anerkennung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) mit seinen eSport-Disziplinen zu finden.“
Mit tatkräftiger Unterstützung von Sponsoren wie Electronic Arts, Dell und Arcor startete die ESBL in ihre erste Saison mit den Disziplinen Counter-Strike 1.6, Counter-Stike: Source und FIFA 2005. Die Ligastruktur orientiert sich dabei am Aufbau und Ablauf der Fußball-Bundesliga.

Zur zweiten Saison trennte man sich von Counter-Strike und spielte fortan nur noch EA’s FIFA-Reihe. Gleichzeitig übertrug das Deutsche Sportfernsehen (DSF) ab August 2006  mit der halbstündigen TV-Sendung „ screen-shot“, die u. a. von Ex-Bro’Sis Giovanni Zarrella moderiert wurde, Zusammenfassungen der Topspiele sowie Interviews mit den Protagonisten der ESBL.
Doch scheinbar ist der Auftritt der ESBL im deutschen Free-TV nicht so gut beim Publikum angekommen, wie sich das vielleicht die namenhaften Sponsoren und die DSF Programmverantwortlichen gewünscht haben. Trotz Insolvenzverfahren startet am 24.02.07 die
1. Bundesliga der ESBL in die neue Saison und die Beteiligung des Spartensenders ist (noch) unklar. Sicher ist, dass die Sendung „screen-shot“ in der derzeitigen Programmplanung des DSF nicht auftaucht.

Die aktuellen Ereignisse um die ESBL GmbH sowie das zurückhaltende Agieren des DSF könnte einen Rückzug der Sponsoren zur Folge haben und somit ein anfangs doch viel versprechendes Projekt zu Nichte machen. Anderseits hat die ESBL mit der Internetseite sportal.de einen neuen Team- und Medienpartner für die kommende Saison hinzugewonnen.
Außerdem spricht man hinter vorgehaltener Hand davon, dass das Insolvenzverfahren der ESBL GmbH lediglich dazu diene, um der „elektronischen Fußballbundesliga“ zu mehr Aufmerksamkeit in der deutschen Medien- und eSport-Szenelandschaft zu verhelfen. Dabei stehe eine Nachfolgefirma bereits in den Startlöchern. Des Weiteren soll das erwähnte TV-Format nicht mehr bei DSF, sondern zukünftig bei Pro7 zu finden sein.

Es bleibt jedenfalls spannend um die ESBL und man darf davon ausgehen, dass im Laufe der nächsten Wochen Klarheit geschaffen wird.

Quelle: Quellen;http://www.readmore.de,readmore.de;http://www.esbl.de,esbl.de

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