Zum Inhalt springen
Allgemein29.11.2006, 04:22← Alle News

Europäischer Minority Report? - Eine Vision wird real

RonnyRonny2.056 LeserLesezeit 1 Min

In Großbritannien planen Polizeipsychologen der Home Prevention Unit (HPU), einer Abteilung von Scottland Yard, ein Datenbanksystem, mit dessen Hilfe eine Liste der 100 potenziell gefährlichsten Mörder und Gewaltverbrecher erstellt werden soll, berichtet die britische Times Online. Die Software wird dafür mit Persönlichkeitsprofilen von verstorbenen oder bereits verurteilten Kriminellen gefüttert. Anhand der entstehenden Profile sollen riskante Personen frühzeitig identifiziert werden, noch bevor sie ein Verbrechen tatsächlich begehen können. "Meine Vision ist es, dass wir für London wissen, wer diese 100 gefährlichsten Personen sind", meint Laura Richards, Leiterin der HPU.

Neben den Profilen von verstorbenen Verbrechern werden auch aus Gesprächsdaten mit verurteilten Mördern sowie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen aller Art Merkmale herausgearbeitet, anhand derer potenzielle Mörder identifiziert werden können. Richards erklärt, es gebe "einige sehr gefährliche Menschen da draußen", weswegen man die Risikomodelle benötige, um sie zu erkennen. "Es ist der Versuch, einen Ian Huntley herauszupicken, bevor er losgeht und den Mord begeht. Dann haben wir die Möglichkeit zu verhindern, dass sich etwas in ein tödliches Ereignis verwandelt." Richards ist überzeugt, dass man die riskanten Menschen erkennt, wenn alle Daten zusammengetragen werden.

Science-Fiction-Visionen wie in Steven Spielbergs Film Minority Report, wo die Verhaftung eines möglichen Mörders vor der eigentlichen Tat stattfindet, könnten mit der HPU-Datenbank erschreckende Realität werden. "Was passiert, wenn eine potenziell gefährliche Person gefunden wird", lautet die berechtigte Frage von Datenschützer und Menschenrechtsaktivisten. Laut Richards gäbe es hierfür zwei Möglichkeiten: Einerseits könnte die Polizei die betreffende Person festnehmen oder aber Sozialbehörden informieren, um den Verdächtigen einer Therapie zuzuführen.

Quelle: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061129002, Quelle: pressetext.de;http://media.outnow.ch/Movies/Images/2002/MinorityReport/movie.fs/12.jpg, Bildquelle

Kommentare 3
  • 0
    TorstenTorsten1. Kommentar

    Ich bin skeptisch

    Denn wie zuverlässig Täterprofile zutreffen können, ist ja allgemein hin bekannt.
  • 0
    wuselwusel

    ich auch

    und wenn diese dann auch noch ihre "unschuld" mit leeren verprechungen kunt tun und das sagen was alle hören wollen werden sie sowieso wieder frei gelassen, immerhin kann man keinen verhaften, der noch nix getan hat, der aber potentiell gefährlich ist...
  • 0
    Pvt._HudsonPvt._Hudson

    Verdammt...

    ... jetzt wirds eng für mich! Mal ehrlich, so ein Blödsinn, ich hab erstmal aufs Datum geguckt, hätte ja sein können, dass heute der 1. April ist! 😃
??
öffentlich · unter dem Artikel
als … · +2 PLoints
Womit willst du anfangen?
2.000 Zeichen, öffentlich, bleibt im Archiv.
0 / 2.000 Zeichen
Enter = Zeilenumbruch · Strg+Enter = senden
Mehr aus Allgemein
Das Archiv in Zahlen2006–2011
ploynt

E-Sport, LAN-Partys und Gaming-Kultur. Frisch aus dem Archiv 2006 bis 2011 ausgebuddelt.

Archiv seit 2006
Zitat aus dem ForumZitat 270 von 325

"Was tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen Menschen lieben?" "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge, daß er ihm ähnlich wird." "Wer? Der Entwurf?" "Nein", sagte Herr K., "der Mensch." Bertolt Brecht (1898-1956), dt. Dramatiker u. Dichter

— DJHoffi · 2009

Alle 325 Zitate →

Archiv-Roulette

2026 · ploynt · aus dem Archiv · Konzept & Umsetzung: Torsten