Videospiele - Klassifizierung als Kunstobjekte
Renaud Donnedieu de Vabres, ein französischer Minister, versucht die Regierung davon zu überzeugen, dass Videospiele in ihrer Form als Kunst bzw. Kunstobjekte zu klassifizieren sind. Wenn er Erfolg hat, könnte sich das auf die gesamte Spielebranche auswirken - nichtzuletzt auch auf die Steuereinnahmen für Entwicklung und Produktion von Spieltiteln.

Der Minister, der bereits das "Ordre des Arts et des Lettres" an den legendären Game Director Shigeru Miyamoto vergeben hat, möchte folgendes dazu sagen:
"Nennen Sie mich den Minister für Videospiele, wenn Sie wollen - ich bin stolz darauf. Die Leute haben viel zu lange auf die Videospiele herabgesehen und dabei den hohen kreativen sowie kulturellen Wert übersehen."
Um seinen Standpunkt über den künstlerischen Wert der Spiele zu verdeutlichen, fügt er hinzu:
"Videospiele sind nicht bloß ein kommerzielles Produkt. Sie sind eine Form von künsterlichem Ausdruck und beinhalten die kreative Art von Geschichtenschreibern, Designern und Regisseuren."
Der Stellenwert, der durch die offizielle Anerkennung von Videospielen als Kunstform entsteht, wird vor allem durch die Top-Publisher in Frankreich hervorgehoben. Vivendi, Ubisoft und Infogrames können sich dann nämlich durchaus finanzielle Vorteile davon versprechen, sollte Renaud Donnedieu de Vabres damit durchkommen. Die steuerlichen Vergünstigungen könnten in Zukunft dann mehr als 20% des jetziges Steuersatzes ausmachen.

Vor einigen Wochen hat das Britannische Wissenschaftliche Museum eine Ausstellung für Spiele geöffnet - die Game On. Genau wie andere Spiel-und-Kunst Veranstaltungen wird das Video Games Live, ein Orchester-unterstütztes Konzerterlebnis mit den berühmtesten Themes aus Videospielen, Ende diesen Monats in London stattfinden.

Das ist einer der Bereiche, den der Minister in den Vordergrund rückt. Denn Fakt ist, dass Frankreich und das Vereinigte Köngreich weltweit führend in der Spieleentwicklung sind. Dies muss natürlich gefeiert und auch weiter gefördert werden. In einem abschliessenden Statement, einem kollektivem Aufseufzer der Entlastung, den er an den Rest der Welt richtet, sagt er gewohnt süffisant:
"Videospielcharaktere müssen jedoch nicht unbedingt ein Beret und einen Liter Wein unter ihrem Arm tragen."
Quelle: http://www.dailynexus.com/artsweek/2006/11770.html,Video Game Art Hits a New High at E3 Convention
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Schön zu sehen
das es in Frankreich funktioniert. Wenn es dann soweit ist sollten wir uns überlegen, wen wir bei uns dafür auskaspern.

Torsten0
aD0
Torsten0
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