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Hardware11.12.2009, 07:32← Alle News

Mobiler Tausendsassa im Kurztest: Acer Aspire 5739 (Saturnangebot)

TorstenTorsten904 LeserLesezeit 4 Min

Während der achso heilige Weihnachtsabend immer näher rückt, wird auch der Briefkasten immer voller. Aber nicht, dass der Kasten wegen den Grußkarten der lieben Verwandten bald aus den Nähten platzen zu droht - nein, viel eher sind es die vielen Werbeprospekte, die immer tollere, billigere und mega günstige Schnäppchen versprechen. Um unsere Leser mit der Macht der rhetorischen Machete heil durch das Dickicht der Werbeversprechen zu führen, haben wir uns mit Röntgenaugen dem folgenden Angebot gewidmet - dem Acer Aspire 5739.

Mobiler Tausendsassa im Kurztest: Acer Aspire 5739 (Saturnangebot)
Wer dieser Tage im aktuellen Saturn-Prospekt auf das Cover geschaut hat, dem wird bestimmt das 699-Euro-Notebook von Acer aufgefallen sein. Der starke Intel Zweikern-Prozessor, ein großes 15,4 Zoll Display, der mit 4 GByte großzügig bemessene Speicher und der nVidia Grafikchip machen einen guten Eindruck, doch rechtfertigen sie den - für ein Sonderangebot - doch recht stolzen Preis? In der Tat ist der Intel Core Duo Prozessor mit 2 Kernen, 2.2 GHz Taktrate und 2 MB Level-2 Cache sehr leistungsstark und dürfte auch für aktuelle Spiele und allerlei Multimedia-Anwendungen kräftig genug sein. Jedoch benötigt er auch etwas mehr Akkuleistung als zum Beispiel die neuen Atom-Prozessoren von Intel. Auch durch seine Größe (15 Zoll) und dem Gewicht von rund 2.9 Kilogramm ist der Laptop nicht unbedingt als mobiler Begleiter prädestiniert - zumindest nicht im Vergleich zu aktuellen Netbooks oder Subnotebooks.

Wer viele Daten zu speichern hat, der wird sich über die eingebaute 500 GB Festplatte freuen, die per schneller SATA-Schnittstelle angeboten ist. Wer noch mehr Speicherplatz benötigt, der kann externe Laufwerke per USB 2.0 oder eSATA-Schnittstelle anschließen. Das eingebaute Kombi-Laufwerk kann DVDs brennen und abspielen, und zwar mit 8-facher Geschwindigkeit. Zwar gibt es laut Hersteller auch eine Version des Notebooks mit Blu-ray Laufwerk, dieses ist aber im Angebot von Saturn leider nicht enthalten. Wäre dennoch schön gewesen, denn dann hätte man es als Zuspieler für den HD-Fernseher nutzen können, denn das Notebook besitzt neben einem D-SUB VGA Ausgang auch eine HDMI-Buchse. In dem Fall sollte man lieber einen Blick auf das aktuelle MediaMarkt-Angebot werfen: Blu-ray Notebook im Mediamark Prospekt.

Die verbaute nVidia-Grafikkarte verspricht eine solide Spiele-Leistung, bringt sie doch 1 GB eigenen Videospeicher mit und kann sich bei Bedarf via TurboCache an bis zu 1791 Megabytes des Hauptspeichers bedienen. In die NVIDIA GeForce GT130M sind Videofunktionen namens Purevideo HD mit VP3 integriert (für die Entlastung der CPU bei HD-Videos), dadurch hat sie "Full Spec Blue Ray Support". Aber wie schon oben erwähnt, ein Blu-ray Laufwerk gibt es leider nicht. Allerdings werden sich Spiele-Enthusiasten über die 3D-Leistung freuen. Notebook-Check.com schreibt in einem Test über die nVidia GeForce GT 130M:

"Durch die höhere Chiptaktung, sollte die 130M GT mit GDDR3 Speicher die Performancewerte der 9650M GS erreichen. Bei sehr anspruchsvollen DirectX 10 Spielen wie Crysis oder World in Conflict reicht die Leistung jedoch nicht um die Effekte flüssig darzustellen (da sie mit der höchsten Detailstufe gekoppelt sind). Ältere DirectX 9 Spiele sollten jedoch in höchster Detailstufe flüssig laufen. Im Vergleich zu Desktop Grafikkarten lässt sich die GeForce GT 130M am besten mit der ebenfalls auf den G96(b) Kern basierenden GeForce GT 120 vergleichen (etwas langsamerer Takt 500/1400/500). Die GeForce GT 130 / 9600 GT besitzt mehr Shader und einen breiteren Speicherbus)."

Abstriche muss man wieder einmal, wie schon bei unseren vorangegangen Notebook-News dieser Tage, beim Display machen. Nicht, dass es besonders schlecht ist - die Leuchtwerte sind sogar sehr gut - aber die native Auflösung entspricht einfach nicht mehr dem aktuellen Stand der Zeit. Gerade einmal 1366x768 Pixel schaffen es auf's Display. Das mag zwar der Spiele-Leistung zuträglich sein, da der Grafikchip bei niedrigeren Auflösungen natürlich etwas entlastet wird und man dafür den Detailgrad höher einstellen kann, aber für's Surfen und Schreiben ist das schon etwas ernüchternd wenig. Die Vermutung liegt nahe, dass die großen Warenhäuser alle Notebooks mit dieser mittlerweile betagten Auflösung aus den Lagern und Regalen haben wollen, um sie durch die nächste Generation zu ersetzen.

Als besonderes Zubehör gibt es einen Fingerprint-Leser, der zwischen den beiden Trackpad-Tasten integriert ist. Einmal eingerichtet, lässt sich so das Betriebssystem vor unberechtigtem Zugriff schützen. Sägewerk-Arbeiter sollten die Funktion aber vielleicht besser meiden. Schön schnell und funkstark dürfte auch der verbaute WLAN-Chip sein. Der unterstützt den Bandbreiten-starken Draft-N Modus (bis zu 300 MBit/s) und per MIMO (Multiple Input Multiple Output) werden mehrere Antennen so kombiniert, daß sie die Signal- und Empfangsstärke für WLAN-Datenverkehr erhöht wird. Bestenfalls kann dann die Mama auch mal im Nähzimmer bei der Nachbarin nebenan surfen, während der WLAN-Router noch im heimischen Flur steht.


Achja, laut Prospekt wird das Notebook noch mit vorinstalliertem Windows Vista Home Premium (32 Bit) ausgeliefert, es gibt aber auf Wunsch einen Upgrade-Gutschein auf Windows 7. Wir empfehlen unseren Lesern aufs Wärmste, diesen Wunsch wirklich und deutlich zu äußern.

Fazit
Wie in der Überschrift schon angedeutet, ist das Acer Aspire 5739 ein mobiler Tausendsassa. Zum Alleskönner reicht es leider nicht, da unter anderem ein Blu-ray Laufwerk fehlt. Das Notebook ist nicht nur zum Schreiben, Surfen und Musikhören geeignet, sondern kann auch für relativ aktuelle Spiele und Multimedia-Anwendungen verwendet werden. Wer zum Beispiel hobbymäßig Videoschnitt oder Bildbearbeitung betreibt, dürfte ebenfalls zufrieden sein - wenn er sich nicht an der geringen Bildschirm-Auflösung stört. Aufgrund von Größe und Gewicht ist das Notebook nicht zum Herumschleppen geeignet, der verbaute 8-Zellen Akku drüfte aber noch einige Ressourcen für längere Standzeiten ohne Steckdose bereithalten. Die verbaute Klaviatur mit den getrennten Tasten dürfte angenehm beim Tippen sein.

Hier noch die technischen Spezifikationen
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