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Allgemein30.06.2009, 04:15← Alle News

Surfen mit Rückenwind und Bodyguard - Firefox 3.5 zum Download erschienen

TorstenTorsten2.151 LeserLesezeit 2 Min

Wie zügig eine Website aufgebaut wird, das ist nicht nur abhängig von der eigenen DSL-Leitung oder dem Server, auf dem sie abgelegt ist. Auch der verwendete Browser kann die Ladezeiten von Websites entscheident beeinflussen. Und so hat der Hersteller Mozilla neben vielen Sicherheits- und Bedienfunktionen auch kräftig an der Leistung den Emporkömmlings geschraubt.

Surfen mit Rückenwind und Bodyguard - Firefox 3.5 zum Download erschienen
Die Liste der neuen Features von Firefox 3.5 ist lang. Über 5.000 Verbesserungen seien in die neue Version eingeflossen, wenn man den Worten von Mike Shaver, dem Chefentwickler bei Mozilla, glauben schenken darf. Bis zu zweimal schneller als sein Vorgänger soll der neue Browser sein. Das äußert sich neben dem Seitenaufbau auch bei der Benutzung von Webanwendungen wie Googlemail. Das liegt unter anderem an der neuen Javascript-Engine "TraceMonkey". Kleiner Dämpfer, Webkit-basierte Browser zu denen derzeit nur Google Chrome und Apples Safari gehören, sind hier noch ein Nasenlänge voraus. Der aktuelle Internet Explorer jedoch, sieht kein Land.

Neue Javascript Engine
TraceMonkey ist ein tracebasierter JIT-Compiler, der an der Universität von Kalifornien entwickelt wurde. Grob umrissen, merkt sich der Compiler sämtliche Pfade, die beim Durchlaufen einer Schleife entstehen können und nutzt das Ergebnis beim erneuten Durchlaufen, um die kürzesten bzw. schnellsten Pfade zu finden. Außerdem werden Daten im JSON-Format nicht mehr mittelns Javascript geparst, sondern werden von der Firefox-Engine selbst verarbeitet.

Um die Darstellung von Webseiten weiter zu beschleunigen, setzt der Browser auf spekulatives Parsen. Links, die sich auf einer Website befinden, werden im Hintergrund bereits nach ihrer Server-IP abgefragt (DNS-Prefetching), so dass die IP-Adresse bereits beim Anklicken bekannt ist und die Wartezeit durch das erstmalige Abfragen entfällt und Daten sofort übermittelt werden können.

Standort-Bestimmung
Zu der Liste der Features gehört unter anderem auch eine Positionsbestimmung per Geolocation API. So kann der aktuelle Aufenthaltsort eines Nutzers abgefragt werden, in dem seine IP-Adresse oder die senes Access-Points verwendet wird. Website-Betreiber können dies nutzen, um zum Beispiel Orts-bezogene Dienstleistungen anzubieten. Der Nutzer selbst hat jedoch die Möglichkeit, die Zugriff auf diese Informationen für jede Website einzeln freizugeben.

Private Browsing
Um spurenlos surfen zu können, hat Mozilla eine "Private Browsing"-Funktion integriert, die so ähnlich schon Verwendung bei Googles Chrome uns Apples Safari fand. Cookies und andere Informationen werden dann nur noch für einen sehr begrenzten Zeitraum abgelegt und beim Schließen des Browsers gelöscht.

Neue Features für Webentwickler
Für Webentwickler tun sich durch die (teilweise) Unterstützung von CSS3 und HTML5 neue Möglichkeiten auf. Unter anderem lassen sich nun eigene Schriftarten einbetten und für Video-Inhalte gibt es spezielle Tags. Per CSS-Transforms lassen sich zum Beispiel Elemente wie Bilder oder Rahmen beliebig drehen. Und via Media-Queries ist es dem Website-Entwickler möglich, Desktop-Einstellungen wie zum Beipiel Fenstergröße, Farbtiefe oder den DPI-Wert auszulesen und zu verarbeiten. Auch sind Aufrufe über XMLHttpRequest nun über Domaingrenzen hinweg möglich, ohne dabei die Sicherheitsregeln zu verletzen.

Firefox 3.5 gibt es ab sofort bei uns zum (natürlich) kostenfreien Download. Viel Spaß.

Quelle: http://www.mozilla.com/Mozilla.com

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