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Szene08.04.2009, 05:07← Alle News

Microsofts Sicherheitsreport: Kriminelle setzten auf Rogueware

RonnyRonny706 LeserLesezeit 2 Min

Heute veröffentlichte Microsoft ihren sechsten Bericht des Security Intelligence Reports. In diesem wurde aufgeführt, dass sich das Sicherheitsbewusstsein der Deutschen im Umgang mit ihrem Rechner positiv entwickelt hat. Jedoch ist man trotzdem vor kriminellen Handlungen weiterhin nicht sicher, da die Cyberkriminalität gerade diesen Bereich vermehrt ausnutzen.

Microsofts Sicherheitsreport: Kriminelle setzten auf Rogueware
Vor wenigen Wochen berichteten wir von Cyberkriminellen, welche mit Rogueware bis zu 10.000 Dollar täglich verdienen (News vom 24.03.09). Dieser Aussage stimmt der neue Security Intelligence Report von Microsoft indirekt zu, denn laut den Erkenntnissen aus dem Bericht ist gerade bei der Rogueware ein extremer Anstieg zu verzeichnen. Auch wenn die Quote in Deutschland mit gerade einmal mit 0,36 Prozent infizierter Rechner im internationalen Vergleich in den unteren Bereichen liegt, ist der Schaden der durch solche Programme angerichtet wird immer noch erheblich. Denn während man hierzulande die Schadprogramme noch ganz gut im Griff hat, sieht es in Regionen wie Russland, Brasilien oder Spanien viel verheerender aus. Dort beträgt die Anzahl der befallenen Rechner immer noch zwischen 2 bis 3 Prozent.

Aufgrund der Tatsache, dass Internetnutzer immer vorsichtiger im Umgang mit dem Internet werden und immer mehr Sicherheitssoftware einsetzen, versuchen Cyberkriminelle gerade diese Motivation auszunutzen. Bei Rogueware handelt es sich um Programme welche dem Nutzer vorgaukeln, dass sie Viren oder Trojaner auf dem Rechner gefunden haben. Gegen eine Gebühr, verspricht das Programm die Viren zu entfernen. In den schlimmsten Fällen bezahlt man nicht nur für eine Software, welche man gar nicht benötigt, sondern lädt sich zusätzlich noch einen Trojaner auf seinen Rechner.

So waren zum Beispiel die Rogueware-Familien, FakeXPA und FakeSecScan in der ersten Jahreshälfte noch nicht unter den Top 25. Im zweiten Halbjahr befand sich eins der beiden Programme bereist auf mehr als 1,5 Millionen Computern. Damit gehörten beide Programme zu den zehn häufigsten Sicherheitsgefahren. Zudem wurde der Trojan-Downloader Win32/Renos auf 4,4 Millionen PCs registriert, ein Anstieg von 66,6 Prozent innerhalb eines halben Jahres. Der Security Intelligence Report zeigt auch, dass sich Cyberkriminelle durch die steigende Sicherheit der Betriebssysteme verstärkt auf die Anwendungsebene konzentrieren. Über 90 Prozent der Schwachstellen in der zweiten Jahreshälfte 2008 wurden in Applikationen und Browsern entdeckt.
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