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Szene26.02.2009, 09:36← Alle News

Guitar Hero: Musiklabels zetteln Lizenzstreit an

RonnyRonny795 LeserLesezeit 1 Min

Musikvideospiele, a la Guitar Hero, dominieren derzeit viele jugendliche Zimmer. Immer öfters begegnet man Menschen, welche auf ihrer virtuellen Gitarre Knöpfe drücken um Soundfolgen zu bewältigen. Die Major-Labes verdienen mit diesem weiteren Absatzzweig inzwischen Millionen von Dollars. Doch viele der Großen sehen diese Einnahmen als unzureichend an.

Guitar Hero: Musiklabels zetteln Lizenzstreit an
Das Spielprinzip von Spielen wie Guitar Hero kann simpler nicht sein. Über den Bildschirm laufen Farbpunkte von oben nach unten oder von links nach rechts. Sobald diese eine festgelegte Position erreicht haben, muss man die entsprechende Taste auf seinem Kontroller drücken. Gelingt dies gibt es den passenden Sound.

Die großen Musik Labels wie Sony und Warner Music verdienen mit dem Verkauf der Musiklizenzen an die Spielepublisher in der Zwischenzeit Millionen. So nahm Aerosmith mit dem Verkauf ihrer Musikstücke an Guitar Hero (Activison) mehr Geld ein, als sie jemals mit einer ihrer Singles verdienten, ein Beispiel dafür wie ertragreich dieser Markt ist. Doch die Labels wollen sich in Zukunft nicht mehr mit den angeblich „geringen“ Gebühren abspeisen lassen. Der Grund dafür sind die massiven Umsatzeinbrüche bei den großen Labels seit ein paar Jahren.

In den Führungsetagen hofft man die ehemals glorreichen Zeiten, aufgrund des Verkaufs von Titellizenzen, erneut aufleben zu lassen. Dass dies sich die unterdessen groß gewordenen Spielepublisher nicht gefallen lassen, sieht man am Beispiel von MTV Games, von denen das Spiel Rock Band stammt. Diese wollen bei Eskalation des Streites Künstler von Warner Music einfach in Zukunft boykottieren. Das dies nicht nur dem Label sondern langfristig auch den Bands Schaden wird, dürfte jedem klar werden, welcher schon einmal Musikvideospiele
gespielt hat.

Die Spiele besitzen einen nicht zu vernachlässigenden Suchtfaktor. Und dem Spieler ist es im Endeffekt egal, von welcher Band er da gerade einen Song nach spielt. Für die Bands bringen solche Spiele, jedoch jetzt schon ein wichtiger Publicity mit sich. Auf viele der Acts wurden die Konsumenten erst aufgrund der Musikvideospiele aufmerksam. Wer langfristig den Schaden aus einem Lizenzstreit ziehen würde, kann sich jeder selber ausmalen.

Quelle: pressetext.de
Kommentare 1
  • 0
    Pvt._HudsonPvt._Hudson1. Kommentar

    Musikindustrie = Vollidioten

    ... Nach wie vor! Jetzt wo der Zenith der "Live-Musik-Spiele" erziehlt wurde, fällt denen auf einmal ein, dass sie die Publisher dieser Spiele noch mehr Schröpfen könnten. Der Boom dieser Spiele wird schon bald verklungen sein, ähnlich wie mit Sonys "Sing Star was sich auch in der x'ten Auflage nicht mehr annähernd so gut verkauft, wie die ersten Editionen.
    Die Lizenzen werden teurer, die Musikstücke uninteressanter, die Verkaufszahlen gehen zurück. In drei Jahren schreit kein Mensch mehr danach. Und die Musikindustrie beschuldigt den Endverbraucher, dass er mit echten Instrumenten jetzt heimlich in der Garage übt.

    Mein Tipp an die Musikindustrie: Gebt den Leuten einen Anreiz Musik legal zu erwerben. Bringt gute, zum Kauf lohnende Musik auf den Markt. Lasst diese teueren (Werbekosten, Produktion, Videos, etc.) Schrappelbands und Eintagsfliegen in der Gosse, wo sie hingehören. Denn diesen Mist, mit den Zielgruppe ohne eigenes Einkommen kauft doch eh kein Mensch.
??
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