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Szene21.02.2009, 01:36← Alle News

ESA plant Weltraumtransporter Skylone

RonnyRonny1.088 LeserLesezeit 2 Min

Bereits in 10 Jahren soll ein neues Zeitalter für die Erschließung des orbitalen Weltraums beginnen. Bis dahin will die Firma „Reaction Enginess Ltd.“ mit Hilfe der ESA (europäische Weltraumorganisation) einen Raumgleiter bauen, welche ohne Verlust von Antriebsstufen in den Orbit und wieder zurück fliegen kann.

ESA plant Weltraumtransporter Skylone
Eines der größten zu bewältigenden Aufgaben der Menschheit ist der derzeit kostenintensive Transport von Technik und Equipment in den Weltraum. Bisher ist dies nur mit einem sehr starken Materialeinsatz möglich. Trägerraketen schießen dabei die gewünschten Objekte in den Orbit und werden nach ihrer Arbeit durch die Atmosphäre vernichtet. Die hierbei anfallenden Kosten befinden sich schnell im dreistelligen Millionen Bereichen.

Der neue Raumgleiter „Skylon“ soll in knapp 10 Jahren der erste echte Raumgleiter sein, welcher die Kosten für Transporte massiv senken soll. Hierzu will das Unternehmen „Reaction Enginess Ltd.“ zusammen mit der ESA einen Raumtransporter bauen, welcher als Antrieb einen Sabre Motor verwendet. Dieser dualfähige Motor kann einerseits in einem Raketenmodus sowie auch im normalen Flugzeugmodus arbeiten. Als Treibstoff will man ein Gemisch aus flüssigem Wasser- und Sauerstoff einsetzen.

An Gewicht soll der Transporter bis zu 12.000 Kilogramm in den Weltraum transportieren können. Dadurch sinken die Transportkosten für Unternehmen von derzeit über einhundert Millionen Euro auf unter vierzig Millionen Euro. Dies ist jedoch auch laut den Aussagen von „Reaction Enginess Ltd.“ eine eher schlechte Prognose. Langfristig rechnet man mit Transportkosten von zwei bis drei Millionen Euro. Insgesamt zweihundertmal soll der Transporter in der ersten Generation ins Weltall fliegen, bevor er ausgemustert wird.

Einen Großteil der Kosten werden zu Beginn die neuen Raumhäfen verschlingen, welche für „Skylon“ benötigt werden. Auf herkömmlichen Flughäfen kann der Raumgleiter nicht landen, da Start- und Landebahnen der Belastung nicht standhalten würden. „Reaction Enginess Ltd.“ plant für den Anfang den Bau von zwei dieser Raumhäfen. Langfristig will man diese um den ganzen Globus etablieren, um die Startfenster besser nutzen zu können.

In erste Linie soll „Skyline“ Technik in den Orbit befördern, weswegen die ESA ihn ausschließlich als Transportmittel plant. Trotzdem will „Reaction Enginess Ltd.“ es bis zu dreißig Passagieren ermöglichen, mit dem neuen Raumgleiter Weltraumreisen zu absolvieren. Die Reisen mit „Skyline“ würden dann, nach den Berechnungen von „Reaction Enginess Ltd.“, pro Person auf unter einhunderttausend Euro sinken.



Quelle: reactionengines.co.uk
Kommentare 3
  • 0
    BaluBalu1. Kommentar

    Wenig...

    ...Kapazität, meiner Meinung nach:

    An Gewicht soll der Transporter bis zu zwölf Kilo in den Weltraum transportieren können.


    Dann werden die künftigen Satelliten ja wirklich richtig klein und niedlich.

    Nun ja, beim derzeitigen Fortschritt in der Nano-Technologie ist sogar so etwas nahezu vorstellbar.

    Aber im Ernst, ich denke, dass es sich eher um 12 Tonnen handelt, oder?
  • 0
    TorstenTorsten

    Gut aufgepasst :)

    12 Tonnen sinds - laut Quelle. Aber vielleicht sind's ja auch nur leere Mülltonnen, die nur jeweils ein Kilo wiegen? 😉 Egal, einmal oben, ist das Gewicht eh nicht mehr so wichtig.
  • 0
    BaluBalu

    Es...

    ...wäre schön, wenn die Dinger in der Tat so klitzeklein und leicht wären, dann müsste man sich nicht immer Sorgen machen, ob nicht vielleicht doch vom einen oder anderen Teil Weltraumschrott vielleicht doch ein grösserer Klumpen nach dem Wiedereintritt übrigbliebe, der einem auf den Kopf fällt.
    Denn "Dachschäden" gab's ja schon genug... =]

    Aber danke für das Lob, schliesslich sind die News nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Verstehen, Nachdenken und Diskutieren da.
??
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