Aus der massenhaften und ansteigenden Nutzung der sich immer stärker vernetzenden neuen Medien ergeben sich gleichzeitig auch neue Vermarktungsplattformen. Gerade auch im Onlinespielbereich befassen sich seit geraumer Zeit diverse Werbeagenturen mit Strategien flexibler in-game-Werbung. Neben der Wirtschaft weiß auch die Politik auf diese neue Möglichkeit zurückzugreifen, wie der US-Wahlkampf nun zeigt.

Der amerikanische Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Barack Obama, ist derzeit in Videospielen auf Xbox Live zu sehen. Allerdings nur für die Spieler in den sogenannten "swing states", den US-Bundesstaaten, deren Mehrheitswahlergebnis kaum vorhersagbar ist.
Diese Werbekampagne startete bereits am 6. Oktober und endet einen Tag vor den US-Wahlen am 3. November. Dabei wird Obama maßgeblich vom Publisher Electronic Arts unterstützt. Auch wenn "nicht alle unsere Spiele dynamische Werbeinhalte unterstützen" (EA-Sprecherin Holly Rockwood), so werden zumindest alle Xbox Live- Spieler von Burnout Paradise, Madden 09, Nascar 09, NHL 09 und Skate mit dem Konterfei des US-Senators beglückt.
Dabei versucht man sich eher auf dezente Werbung zu beschränken. Beispielsweise fährt man in Burnout Paradise an Werbetafeln vorbei, die am Straßenrand angebracht sind. Dazu Rockwood: "Wir versuchen eine glaubwürdige Spieleerfahrung zu entwerfen".
Und alle betroffenen Xbox 360- User dürfen sich gegen Vorlage des Xbox- Kaufbeleges ein kostenloses Winkelement sowie einen Ansteckbutton aus dem Demokratenwahlkampfbüro ihrer Nähe abholen.
Quelle: http://www.winfuture.de,Quelle
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