AMD: x86-Prozessor Lizenz bald adé ?
Gestern wartete AMD mit einem regelrechten Paukenschlag auf. Die Fabriken in Dresden sowie das noch nicht fertig gestellte Werk in New York werden in eine neu gegründete Firma ausgegliedert. Damit verabschiedet sich AMD von vielen wirtschaftlichen Problemen aber vielleicht auch von der eigenen x86-Prozessor Lizenz.

Am gestrigen Tag gab AMD bekannt, die eigenen Fabriken in Dresden sowie das noch nicht fertig gestellte Werk in New York abzugeben. Die Fabriken gehen damit in den Eigentum eines Joint-Venture zwischen AMD und Advanced Technology Investment Co., einem Zweig der Regierung Abu Dhabis, über. AMD hält 44% der Anteile des neu gegründeten „Foundry Co“. Neben der Ausgliederung der Fabriken, macht AMD noch weiter Kasse. Für 314 Millionen US-Dollar erhöht Abu Dhabi den eigenen Aktienanteil an AMD von 9 auf nun 19% an. Weiterhin tilgt Foundry Co noch 1,2 Milliarden US-Dollar Schulden von AMD. Foundry Co bekommt gleichzeitig von Abu Dhabi ein Startkapital von 1,4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. Durch die guten Nachrichten legten AMDs Aktien gestern teilweise um bis zu 30% zu.
Heute dann antwortete Intel auf AMDs Pläne. Pressesprecher des Unternehmens stellen klar, dass diese Ausgliederung aus Sicht von Intel klar gegen das 2001 vereinbarte Cross-Licensing-Abkommen mit Intel verstoße. In diesem, nur teilweise der Öffentlich bekannten, Abkommen stehen als Auflagen unter Anderem, dass AMD die Rechte an Intels x86-Prozessortechnologie nicht an Dritte weitergeben dürften und dass AMD mindestens 20% der Prozessoren selber fertigen muss. Soweit bekannt ist, erhielt AMD dafür Lizenzen für Intels x86-Prozessortechnik und Intels SSE Befehlssätze. Im Gegenzug erhielt Intel AMD64 und konnte von dort an auch selbst 64bit Prozessoren fertigen.
Dem Anschein nach will es AMD jetzt darauf ankommen lassen. Wenn die bekannten Daten des Vertrages stimmen, könnte Intel das Abkommen auflösen. Dadurch hätte Intel jedoch den großen Nachteil, Prozessoren mit AMD64-Technologie, oder darauf aufbauende eigene Techniken, nicht mehr verkaufen zu dürfen. Da mittlerweile fast alle Prozessoren darauf basieren, könnte Intel den gesamten Verkauf einstellen. Wir sind gespannt was sich in den nächsten Tagen ergibt. Spannend wird es alle male.
Heute dann antwortete Intel auf AMDs Pläne. Pressesprecher des Unternehmens stellen klar, dass diese Ausgliederung aus Sicht von Intel klar gegen das 2001 vereinbarte Cross-Licensing-Abkommen mit Intel verstoße. In diesem, nur teilweise der Öffentlich bekannten, Abkommen stehen als Auflagen unter Anderem, dass AMD die Rechte an Intels x86-Prozessortechnologie nicht an Dritte weitergeben dürften und dass AMD mindestens 20% der Prozessoren selber fertigen muss. Soweit bekannt ist, erhielt AMD dafür Lizenzen für Intels x86-Prozessortechnik und Intels SSE Befehlssätze. Im Gegenzug erhielt Intel AMD64 und konnte von dort an auch selbst 64bit Prozessoren fertigen.
Dem Anschein nach will es AMD jetzt darauf ankommen lassen. Wenn die bekannten Daten des Vertrages stimmen, könnte Intel das Abkommen auflösen. Dadurch hätte Intel jedoch den großen Nachteil, Prozessoren mit AMD64-Technologie, oder darauf aufbauende eigene Techniken, nicht mehr verkaufen zu dürfen. Da mittlerweile fast alle Prozessoren darauf basieren, könnte Intel den gesamten Verkauf einstellen. Wir sind gespannt was sich in den nächsten Tagen ergibt. Spannend wird es alle male.
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