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Allgemein29.08.2008, 04:44← Alle News

Langzeitstudie beweist: Killerspiele fördern aggressives Verhalten

RonnyRonny2.357 LeserLesezeit 2 Min

Zum Beginn dieser Mitteilung erst einmal die gute Nachricht. Killerspiele sind nicht dafür verantwortlich, dass Schüler durchdrehen, sich Waffen organisieren und damit wie wild auf Lehrer und Mitschüler herumballern. Jetzt jedoch die schlechte Nachricht. Wer aktiv Killerspiele spielt, weißt danach ein erhöhtes aggressives Verhalten auf, dies fand die Universität in Tübingen heraus.

Langzeitstudie beweist: Killerspiele fördern aggressives Verhalten
Die Forscher untersuchten in ihrer zweijährigen Längsschnittstudie 1.400 Schüler im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren. In einer ersten Erhebungsphase wurden die Jugendliche befragt, in welchem Umfang und welche Medien sie seit ihrem sechsten Lebensjahr konsumieren. In einer zweiten Welle zwei Jahre später fragten die Forscher Aggressionsverhalten, Notenentwicklung und soziale Kompetenzen ab. "Das Ergebnis war eindeutig. Wer viele gewalttätige Computerspiele spielte, wurde auch im realen Leben aggressiver", erläutert Günter L. Huber, Professor für Pädagogische Psychologie.

Gleichsam warnt er aber auch davor, die Computerspiele alleinig für aggressive Jugendliche verantwortlich zu machen. "Es handelt sich bei den Ursachen für Aggressivität vielmehr um ein Quintett an Faktoren, in dem der Medienkonsum aber eine Schlüsselrolle einnimmt", so Huber. Neben der schulischen Situation, der individuellen Persönlichkeit und dem Verhältnis zu Gleichaltrigen nehme vor allem die familiäre Situation eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Jugendlichen ein. "Wer in einem Elternhaus aufwächst, in dem Gewalt an der Tagesordnung ist, ist für Gewalt in Medien anfälliger" , meint Huber. "Umgekehrt werden die Einflüsse von medialer Gewalt in sehr harmonischen und liebevollen Familien stark abgefedert."

Mit dieser Studie werden gleich zwei der vorherrschenden Argumente, im Zusammenhang mit gewalttätigen Übergriffen von Schülern auf ihre Mitmenschen, widerlegt. Zum einen sind Computerspiele nicht die Ursache von Gewaltausbrüchen von Jugendlichen und zum zweiten bauen Computerspieler ihr vorhandenes Aggressionslevel nicht durch Computerspiele ab. Professor Huber gibt jedoch für das neu geschaffene Dilemma auch gleich ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg, welche für  Eltern, Lehrern und Politikern bestimmt sind. Wie es schon die großen Publishers immer wieder propagieren, empfiehlt er den Erziehungsberechtigten, sich aktiver mit dem Medienkonsum ihrer Kinder zu beschäftigen. Zudem empfiehlt er darauf zu achten, dass die bestehenden Altersfreigaben und Jugendschutzmaßnahmen eingehalten werden.

Quelle: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=080825034, pressetext.de

Kommentare 6
  • 0
    Fr3dd1Fr3dd11. Kommentar

    hmm

    Ich möchte nicht schreiben dass das nicht stimmt nur finde ich ein paar Umstände unglücklich gewählt. Natürlich wirken sich "Killerspiele" irgendwie auf die Spieler aus. Besonders dann, wenn diese auch noch (zu) jung sind. Welches Spiel, das als Killerspiel bezeichnet wird, darf von 12 bis 14 jährigen gespielt werden? Wenn man das ganze mit 16 bis 18 jährigen testen würde, würde das wohl schon ganz anders aussehen (m.M.n.). Außerdem ist bei solchen Studien immer gut zu wissen, wer diese in Auftrag gegeben und finanziert hat 😉
  • 0
    EmperorEmperor

    na

    hallo ... und ... bin ich aggressiv ... na ...ihr F****R (Zitat: Serdar Somuncu --> http://de.youtube.com/watch?v=pt9O2mCQWng&feature=related),
    Ich finde, dass diese Studien immer recht schön sind, nur kann man ja nicht Alle über einen Kamm scheren. Für einzelne mag das ja zutreffen aber nunja ... man möge halten was man davon will ...

    😉
  • 0
    agplayeragplayer

    Es ist das soziele Umfeld

    ich finde , dass hauptsächtlich das soziale Umfeld eine Rolle spielt. Diese Studie bestätigt doch das. Und ide bekannten Amokläufer waren bisher immer um die 18 Jahre alt. Also kann die FSK Amokläufe auch nicht richtig verhindern.
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    RonnyRonny

    So ist es

    Die Studie beweist eins, dass Ego Shooter nicht die Ursache sind, sondern ein Auslöser sein können. Es ist immer noch die Familie die darüber entscheidet ob man aggresiv wird oder sich fair verhält.
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    aDaD

    Spielinhalte

    Und vielleicht sollte man sich seitens der Entwickler und Publisher eher auf innovative und anregende Spielinhalte konzentrieren als auf möglichst fotorealistische Kopfschüsse oder Gliedmaßenabtrennerei.
  • 0
    Mac002Mac002

    wat?

    "Die Forscher untersuchten in ihrer zweijährigen Längsschnittstudie 1.400 Schüler im Alter zwischen (!)zwölf und 14 Jahren(!). "
    Die Ego-Shooter sind sowieso ab 16(mindestens!)
??
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