Szene12.08.2008, 05:00
Kaukasus-Konflikt: Auch im Internet wird attackiert
Krieg, früher hieß das Mann gegen Mann, Auge in Auge auf dem Schlachtfeld. Heutzutage ist das Ganze viel unpersönlicher. Flieger bombardieren Städte und Panzer überrollen die Dörfer. Doch jetzt wurde ein weiteres Schlachtfeld entdeckt: das Internet.

AUS DEM ARCHIVDieser Artikel erschien 2008, vor 18 Jahren: damals noch unter dem Namen ProjectLAN.de, dem Vorgänger von ploynt. Termine, Preise und Links sind der Stand von damals.
In einer Pressemeldung schreibt das georgische Außenministerium, dass Russland Attacken auf georgische Websites durchgeführt haben soll. Unter Anderem wurden Seiten des georgischen Außenministeriums selbst und der Regierung angegriffen. Für kurze Zeit bekam man auf der Homepage des Außenministeriums ein Bild des georgischen Präsidenten, Michail Saakaschwili, zu Sehen, auf welchem dieser als Nazi abgebildet war. Weiter wurden unzählige DOS-Attacken auf georgische Server durchgeführt, sodass darauf liegende Seiten nicht erreichbar waren.
Die Quellen der Attacken sind bisher noch nicht bekannt. Der Blog RBN Exploit geht jedoch davon aus, dass das Russian Business Network (RBN) dahinter steckt. Das RBN besteht aus mehreren mutmaßlichen Internetbetrügern und trat schon öfters in Erscheinung. Laut dem Blog soll auch die russische Regierung verwickelt sein. So ist auch zu erklären, dass viele georgische Webseiten erreichbar sind. Die meisten Seiten liegen auf russischen Servern und auch der Großteil des internationalen Traffic läuft über russische Server.
Um dem Engpass zu entkommen, bat die georgische Regierung Estland um Hilfe. Diese wissen aus eigener Erfahrung wie es ist, wenn russische Hacker am Werk sind. Während einem Streit im Jahre 2007, in dem es darum ging, ein russisches Militärdenkmal in der estnischen Hauptstadt Tallinn zu versetzten, hatten Hacker zahlreiche Webseiten des Landes flach gelegt. Inzwischen hat auch Polen Hilfe zugesichert und stellt den Georgiern eine Rubrik auf der eigenen Seite zur Verfügung.
Die Quellen der Attacken sind bisher noch nicht bekannt. Der Blog RBN Exploit geht jedoch davon aus, dass das Russian Business Network (RBN) dahinter steckt. Das RBN besteht aus mehreren mutmaßlichen Internetbetrügern und trat schon öfters in Erscheinung. Laut dem Blog soll auch die russische Regierung verwickelt sein. So ist auch zu erklären, dass viele georgische Webseiten erreichbar sind. Die meisten Seiten liegen auf russischen Servern und auch der Großteil des internationalen Traffic läuft über russische Server.
Um dem Engpass zu entkommen, bat die georgische Regierung Estland um Hilfe. Diese wissen aus eigener Erfahrung wie es ist, wenn russische Hacker am Werk sind. Während einem Streit im Jahre 2007, in dem es darum ging, ein russisches Militärdenkmal in der estnischen Hauptstadt Tallinn zu versetzten, hatten Hacker zahlreiche Webseiten des Landes flach gelegt. Inzwischen hat auch Polen Hilfe zugesichert und stellt den Georgiern eine Rubrik auf der eigenen Seite zur Verfügung.
Quelle: http://www.silicon.de,Silicon;http://rbnexploit.blogspot.com/,RBN Exploit
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