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Software05.10.2006, 03:50← Alle News

Virus dient als Speichermedium

RonnyRonny1.872 LeserLesezeit 1 Min

Forscher der University of California http://www.ucla.edu haben auf Basis von organischen Viren eine neue Speichertechnik entwickelt. Dazu haben die Wissenschaftler Nanopartikel aus Platin auf den Tabakmosaikvirus aufgedampft, um ihm eine Leitfähigkeit zu verleihen. Diese Eigenschaft fehlt herkömmlichen Biochips. Dabei entdeckten sie einen bistabilen Speichereffekt. Zwischen dem Ein- und Aus-Zustand der Struktur gibt es unterschiedliche Größen der Leitfähigkeit, die auch ohne Strom bestehen bleiben. Dies berichtete das Wissenschaftsmagazin Nature Nanotechnology http://www.nature.com/nnano.

Die Platinpartikel sind sechs bis 18 Nanometer groß. Der Virus hat in etwa die Länge von 300 Nanometer, ist 32 Nanometer breit und acht Nanometer hoch. Derzeit ist die Technologie noch im Entwicklungsstadium und die Forscher sind damit beschäftigt zu beschreiben, wie der Vorgang tatsächlich funktioniert. Momentan sind die Speicherzyklen auf rund 400 begrenzt. Danach lässt sich der Biochip nicht mehr in den Aus-Zustand versetzen. Diese Zahl wollen die Forscher noch erhöhen. Bei den erhofften Speichermengen könnte es für die Chips jedoch unerheblich sein, wie oft sie sich bespielen lassen. Die Zukunftsvision hört sich auf jeden Fall vielversprechend an. Sobald die Technik weit genug ausgereift und auf dem Markt verfügbar ist, hätten heutige Flashspeicher ausgedient. Deren Speicherdichte würde von den Biochips um ein Vielfaches übertrumpft werden.

Quelle: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061005030, Quelle:pressetext.de;http://msucares.com/lawn/tree_diseases/images/virus.gif, Bildquelle;http://board.projectlan.de/index.php?showtopic=1695&st=, PL Diskussionsplattform

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