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Szene17.07.2008, 04:08← Alle News

Hacker kämpft gegen Internet-Kriminalität

TorstenTorsten853 LeserLesezeit 2 Min

Wir befinden uns irgendwo im südlichen Pazifik, irgendwo zwischen Neukaledonien und Fidschi. Irgendwo? Natürlich nicht, sondern eigentlich ganz genau in Neuseeland. Neuseeland ist nun nicht gerade dafür bekannt, dass es in irgendeiner Form eindeutig zuordenbar ist, weder kulturell noch geographisch gesehen. Und genauso scheint auch die Mentalität der Kiwis, wie sich die Neuseeländer selbst nennen, zu sein. Und so wird schon mal aus einem sehr aktiven Hacker ein Freund und Helfer der Polizei.

Hacker kämpft gegen Internet-Kriminalität
Zumindest ist das bei dem 18-Jährigen Owen Walker der Fall. Er hat es tatsächlich geschafft, mit Hilfe einer sehr intelligent geschriebenen Viren-Software ein weltumspannendes Hackernetz zu gründen. Nun wurde Owen, dem eine vereinfachte Form des Autismus bescheinigt wurde, von einem Gericht in Hamiltion freigesprochen. Er hatte sich das Programmieren nach eigenen Angaben selbst beigebracht und sich zuvor in insgesamt sechs Fällen der Internetkriminalität für schuldig bekannt.

Die zuständige Richterin ordnete an, dass Owen 14.526 Kiwi-Dollar (das sind etwa 6.600 Euro) als Entschädigung entrichten muss, da er im Jahr 2006 die Server der Universität Pennsylvnaia in den USA zum Absturz gebracht hat. Weil Owen aber soviel Talent und nebenbei auch Einsicht bewies, soll er nun künftig seine beeindruckenden Programmierfähigkeiten der Polizei zur Verfügung stellen und sie beim Kampf gegen kriminelle Machenschaften im Internet unterstützen.

"Hacker sind Menschen, die generell über ein sehr hohes Computerwissen und eine enorme Fachkenntnis verfügen", erklärt Antivirenspezialist Martin Penzes vom Security-Unternehmen ESET http://www.eset.at, im Gespräch mit pressetext. Ob jemand als böser Hacker bezeichnet wird, sei dabei von der jeweiligen Motivation und Loyalität zu den Gesetzen abhängig. "Entscheidend ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie man sich entscheidet, das eigene Wissen einzusetzen", erläutert Penzes. So genannte White-Hats würden ihre Fähigkeiten etwa nur mit positiven Absichten einsetzen. "Im Unterschied zum bösen Black-Hat-Hacker helfen White-Hats beispielsweise Unternehmen dabei, ihre Sicherheit zu verbessern", betont Penzes. Dass begabte Black-Hats wie Walker die Seiten wechseln und sich dem Kampf gegen Internetkriminalität anschließen, komme zwar vor, sei aber relativ selten. "Hier spielen auch moralische Aspekte eine wesentliche Rolle", meint Penzes. Quelle: pressetext.de

Owen, der unter dem Nickname "Akill" innerhalb seiner Kreise bekannt war, hatte damals als Kopf eines internationalen Hackerrings ein Botnetz gegründet, welches aus rund 1,3 Millionen infizierten Computern bestand. Dabei soll ein Schaden von etwa 13,5 Millionen Dollar entstanden sein. Aufgrund dessen, dass Owen sich bereits in sechs Fällen der Internetkriminalität schuldig machte, blühte im eine Gefängnisstrafe von bis zu sieben Jahren. Umso erstaunlicher ist, dass die Rechtssprechung Neuseelands diesen Weg gegangen ist. Offenbar ist man besorgt, in Zukunft aufgrund fehlender Programmier-Spezis in den eigenen Reihen der zunehmenden Internetkriminalität nicht mehr Herr zu werden und versucht mit dieser Strategie Personal aufzustocken.

Man darf gespannt sein, ob das Beispiel auch in anderen Staaten Schule machen wird. 

Quelle: http://www.imdb.com,Bildquelle

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Die Nasa hat 5 Jahre gebraucht um einen Kugelshreiber zu entwickeln, der im weltraum, bei extremer kälte, bei extremer hitze und sogar im vakuum schreiben kann. Die Russen nehmen einen Bleistift.

— Torsten · 2009

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