Insider-Bericht von der Summit Lanparty 2008
Als Berichterstatter für die Lanpartyszene sind wir natürlich ganz scharf auf genau eine Sache, nämlich Informationen von Insidern, informellen Mittelsmännern. Hinterlistige Betriebsspionage? Keineswegs, denn nur so kann man Teilnehmern und unseren Lesern näher bringen, mit welchen Problemen Veranstalter während ihres Events zu kämpfen haben. Denn oftmals bekommt man als Gast gar nicht mit, wenn mitten in der Veranstaltung Probleme U-Boot-artig auftauchen - gute Veranstalter sorgen schon dafür, dass ihre Gäste nichts davon mitbekommen. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass dieses Wochenende Jens "fl_dutch" Broens (Fotografien) und Florian "Junkie" Bethke (Text) auf der Summit waren und den Laden von Innen heraus beleuchteten.

So könnte man das vergangene Wochenende in Osnabrück kurz und knapp beschreiben. Da uns das nicht reicht, gibt es hier eine kleine Erzählung der interessantesten Dinge der The Summit X hier zum nachlesen:
Es war wohl das schönste Wochenende seit langem. Zufällig war Pfingsten. Und zufällig war auch die Truppe um innovaLAN wieder in der Osnabrücker Stadthalle eingetroffen, um die zehnte Ausgabe ihrer „The Summit“ zu veranstalten.
Bei, für den Aufbau fast schon zu warmen, 25 Grad ging man frisch ans Werk. Allerdings musste man schnell eine mehr oder weniger große Pause einlegen. Was war los? Ein Teil der Tische war noch nicht geliefert worden. Als dann der LKW ankam, gab es gleich die nächste Überraschung: Die Paletten waren auf dem besten Wege, sich selbst zu entladen. Da war wohl auf dem Weg durch Osnabrück irgendwas ins Rutschen geraten. Nach gefühlten 3 Stunden war dieses Problem aber gelöst und es konnte ohne Probleme mit dem Aufbau weitergehen. Weitere große Störungen blieben dann auch aus. Zum Ende hin soll es dann aber noch mal etwas hektisch geworden sein, um ein rechtzeitiges „Doors Open“ zu erreichen.

Das vermeintlich schwache Geschlecht war diesmal ungewöhnlich stark vertreten
Etwa eine halbe Stunde vor offiziellem Einlassbeginn konnten dann die Tore geöffnet werden. Der Einlass verlief wie immer. Die Stadt versank im Verkehrschaos. Das ist sicher eines der größten Probleme, mit denen man auf der „The Summit“ zu kämpfen hat. Direkt vor Ort gibt es nur eine kleine Ausladezone für circa 30 Autos. Diese ist sehr schnell voll und somit muss sich zwangsläufig ein Rückstau bis in die Stadt bilden.
Allerdings ist das Parkplatzproblem nach wie vor sehr gut gelöst: Man stellt sein Auto auf dem etwa 3 Kilometer entfernten Parkplatz ab und fährt dann ganz entspannt mit dem Shuttlebus zurück. Der pendelt das ganze Wochenende zwischen der Stadthalle und dem Parkplatz. Diese Situation wird von den Gästen zwar immer mit leichtem Missmut zur Kenntnis genommen, man ist sich aber auch einig, dass der Veranstalter sich hier erstens mit dem Shuttleservice einen guten Kompromiss einfallen lassen hat und zweitens auch nichts daran ändern kann.

Spätestens seit der Verfilmung von Ian Flemings "Casino Royale" ist Poker zum modernen Trend geworden
Von der technischen Seite liegen uns keine großen Problemberichte vor. Es gab anfänglich leichte Probleme mit einer Reihe. Dort fiel des Öfteren das Netzwerk aus. Als Fehler konnte hier die Hardware eines Teilnehmers ausgemacht werden. Ansonsten liefen das Netzwerk und die Server in guter Geschwindigkeit und ohne Ausfall. Zumindest wurde bisher nichts darüber bekannt. Lediglich über die Begrenzung der Downloadgeschwindigkeit im Internet hatte man sich beschwert.
Ein immer wieder auf der Mängelliste stehender Punkt ist das Catering. Hier wird sich seit Anfang an schon über den Caterer beschwert Er sei zu teuer und das Essen sei qualitativ schlecht. Tatsächlich werden für einen Kasten „Becks“ 34 Euro verlangt. Die anderen Preise passen sich an. Weiterhin beschwert man sich über die Politik am Einlass, was das Mitnehmen von mitgebrachten Preisen und Getränken angeht. Hier wird man wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Allerdings dürfte auch jedem klar sein, dass es einfach nicht im Sinne des Caterers ist, sich einen kompletten Bollerwagen voll mit Bierkästen zu packen und dann in die Halle zu schieben.

Wer Technik-begeistert war, kam auf der Summit nicht zu kurz. Nettes Beiwerk war die Book-Crossing Ecke
Zur zehnten Ausgabe gab es einmalig eine Aufstockung der Teilnehmerzahlen. So wurden im Untergeschoss 238 zusätzliche Plätze aufgebaut. Dies allerdings auf Kosten von Schlafgelegenheiten, die nach Aussagen im Forum nicht ausreichen vorhanden waren. Weiterhin gab es das Problem, dass die Dachterrasse auf Grund von Bauarbeiten nicht zur Verfügung stand. Dieses unerwartete Manko wurde aber von allen Rauchern als höhere Gewalt eingestuft und es wurde ganz ordentlich und zivilisiert draußen vor dem Haupteingang geraucht – auch wenn das wesentlich weitere Laufwege waren. Bei herrlichem Wetter nutzen sehr viele Teilnehmer auch die angrenzenden Schlossgarten, um einfach mal einige Zeit in der Sonne zu liegen und zu chillen. Hier wurde so manches Bier geleert und in gemütlicher Runde zusammengesessen. Auch einige spannende Runden Flunkyball sollen hier stattgefunden haben.
Von Sonntag gibt es dann nicht mehr ganz so viel zu berichten. Die Siegerehrung fand in gewohntem Rahmen statt. Nur über die Preise wird sich mal wieder beschwert. Die Abreisewelle verursachte dann noch mal einige kleine Rückstaus, die aber nicht weiter störten. Der Abbau war ebenfalls sehr schnell und verlief ohne Probleme. Die Letzten der Letzten verließen dann gegen 22 Uhr die Halle.
Autor: Florian "Junkie" Bethke
Mehr Bilder findet ihr in unserer Galerie zur Summit 2008.
Quelle: http://www.the-Summit.de,The Summit
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