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Szene30.04.2008, 08:03← Alle News

Israels Kampfroboter Guardium zieht in den Krieg

RonnyRonny1.448 LeserLesezeit 2 Min

Es hat doch länger gedauert als erwartet. Schon im Frühjahr 2005 gab es erste Infos zu Israels neuen unbemannten Roboter „Guardium“, welcher eigentlich 18 Monate später schon zur Verfügung stehen sollte. Doch wahrscheinlich funktionierte nicht alles so wie gewünscht und es waren Nachbesserungen erforderlich. Jetzt steht er zum Einsatz bereit und soll Aufträge übernehmen, welche für Soldaten zu gefährlich sind.

Israels Kampfroboter Guardium zieht in den Krieg
„Der Guardium ist wie ein Fahrzeug in einem Videospiel zu steuern.“, erklärte ein Sprecher des Militärs. Es gibt ein Gas- und ein Bremspedal. Mit einem Joystick steuert man die Kamera und mit weiteren Buttons aktiviert man zusätzlich Fähigkeiten des Roboters, wie Maschinengewehr oder einfache Messgeräte.

Soll „Guardium“ eine Mission komplett alleine bewältigen, erhält er zuvor eine festgelegte Route auf der er sich bewegt. „Guardium“ erkennt von alleine Straßenmarkierungen, Schilder und Kreuzungen. Mit einer 360 Grad Kamera kann er alle Bereiche, um ihn herum, überwachen und drohender Gefahr ausweichen.

600.000 Dollar soll das Gefährt kosten. In dem Preis sind Kosten für Betriebssystem und diverse Aufrüstungsmodule noch nicht enthalten. Maximal darf man „Guardium“ mit 300 Kilo zusätzlich belasten. Dadurch könnte man ihn auch theoretisch für Rettungsmissionen einsetzen, um zum Beispiel Verletzte aus der Gefahrenzone zu schaffen. Wann der erste Einsatz von „Guardium“ statt finden soll, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Mit „Guardium“ greift ein weiterer Roboter in das aktive Kriegsgeschehen ein. Der Trend ist klar. Immer mehr Nationen wollen in Zukunft auf den Einsatz dieser Helfer setzen. Das dadurch das Leben der Soldaten besser geschützt ist, liegt auf der Hand. Opfer unter Zivlisten wird es aber auch durch den Einsatz von Robotern weiterhin mehr als genug geben.

Nach Schätzungen des Roten Kreuz stieg der prozentuale Anteil von Zivilopfern im Vergleich zu Militärangehörigen von 5 Prozent Anfang des letzten Jahrhunderts auf 90 Prozent zum heutigen Zeitpunkt an. So betrug der Anteil der getöteten Zivilisten im Verhältnis zu den eingesetzten Soldaten im ersten Weltkrieg nur 10 Prozent, stieg im zweiten Weltkrieg auf 50 Prozent an und erreichte mit dem letzten Golfkrieg die erschreckende Größe von 90 Prozent. Mit dem Einsatz von Robotern, kann man damit rechnen, das diese Zahl noch weiter steigen wird.

Quelle: http://www.msnbc.msn.com/id/24356078/, msnbc.msn.com;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19651/1.html, heise.de;http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsopfer, wikipedia.de;http://www.defense-update.com/images/guardium-M-guard.jpg, Bild

Kommentare 1
  • 0
    KhabarakhKhabarakh1. Kommentar

    Zweifel...

    ...sind wohl angebracht:
    „Guardium“ erkennt von alleine Straßenmarkierungen, Schilder und Kreuzungen. Mit einer 360 Grad Kamera kann er alle Bereiche, um ihn herum, überwachen und drohender Gefahr ausweichen.

    Klar, das funktioniert bei der Darpa Urban Challenge für Millionen Dollar nicht, aber für 600k machen die Israelis das mal eben...
??
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