Wer gestern zufällig in Dänemark am Kiosk eine Tageszeitung kaufen wollte, wird überrascht gewesen sein, dass fast alle das gleiche Motiv und die gleiche Überschrift auf der Titelseite teilen. Denn am Mittwoch haben nahezu alle nationalen dänischen Zeitungen die Mohammed-Karikatur des Künstlers Kurt Westergaard abgedruckt. Der Zeichner hatte 2005 an einem Wettbewerb der "Jyllands-Posten" teilgenommen. Der Wettbewerb wollte ein Zeichen setzen - gegen Zensur und Duckmäusertum in den Medien protestieren. Westergaards Beitrag war dazumal eine Karikatur von Mohammed. Seitdem muss er mit Morddrohungen leben und steht unter ständigem Polizeischutz.

Im Februar 2006 hatte die Veröffentlichung jener Karikaturen zu gewaltsamen Protesten, ausgehend von Muslimen, geführt. Als Zeichen der Solidarität haben nun elf dänische Zeitungen die umstrittene Karikatur abgedruckt - Überschrift: Mord for en tegning (Mord für eine Zeichnung). Ein weiterer Grund war, dass im Zuge von polizeilichen Ermittlungen drei Personen mit nordafrikanisch-muslimischem Hintergrund wegen konkreter Mordpläne gegen den Zeichner Westgaard festgenommen worden waren. Auch wenn damals die Publikation der Karikatur heftig von den Zeitungen und Posten in Leitartikeln kritisiert wurde, stimmt man überein, "dass religiöse Fanatiker nicht bestimmen dürften, was in Dänemark publiziert oder gedacht werden könne."

Mohammed Karikatur in dänischen Tageszeitungen
Zwei der Festgenommenen Tunesier sollen nun nach dem Ausländergesetz ohne gerichtliches Verfahren ausgewiesen werden - und das allein aufgrund der Angaben der dänischen Sicherheits- und Nachrichtendienstes Pet und nach der Bewertung der Integrationsministerin Birthe Rønn Hornbech. Was wiederum ebenfalls auf Kritik stößt.
"Der dritte Festgenommene, ein 40 Jahre alter aus Marokko stammender Mann, der die dänische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, war noch am Dienstag von der Polizei nach längeren Verhören aus der Haft entlassen worden, ohne dass er dem Haftrichter vorgeführt worden wäre."
Der Nachrichtendienst Pet konnte gab zu, keine Beweise vorlegen zu können, da man sich dafür entschied, dem Mordanschlag zuvorzukommen, aber Details zur Informationsbeschaffung, Quellen und Informanten nicht preisgeben kann. Der Ausweisung der beiden Tunesier wurde bereits durch die, sonst durch ihr Engagement als Menschenrechtlerin bekannte, Integrationsministerin wegen Bedrohung der Sicherheit des Staates zugestimmt. Beide wollen aber gegen ihre Ausweisung klagen.

Mohammed Karikatur in dänischen Tageszeitungen
Zwei der Festgenommenen Tunesier sollen nun nach dem Ausländergesetz ohne gerichtliches Verfahren ausgewiesen werden - und das allein aufgrund der Angaben der dänischen Sicherheits- und Nachrichtendienstes Pet und nach der Bewertung der Integrationsministerin Birthe Rønn Hornbech. Was wiederum ebenfalls auf Kritik stößt.
"Der dritte Festgenommene, ein 40 Jahre alter aus Marokko stammender Mann, der die dänische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, war noch am Dienstag von der Polizei nach längeren Verhören aus der Haft entlassen worden, ohne dass er dem Haftrichter vorgeführt worden wäre."
Der Nachrichtendienst Pet konnte gab zu, keine Beweise vorlegen zu können, da man sich dafür entschied, dem Mordanschlag zuvorzukommen, aber Details zur Informationsbeschaffung, Quellen und Informanten nicht preisgeben kann. Der Ausweisung der beiden Tunesier wurde bereits durch die, sonst durch ihr Engagement als Menschenrechtlerin bekannte, Integrationsministerin wegen Bedrohung der Sicherheit des Staates zugestimmt. Beide wollen aber gegen ihre Ausweisung klagen.
Quelle: http://www.dpa.de/,Bildquelle: DPA;http://www.faz.net/,FAZ;http://de.wikipedia.de,Wikipedia
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