Widerstand gegen Überwachungsstaat nicht sinnlos
Das zumindest behaupten die Grünen, genauer gesagt Peter Pilz von den Grünen in Österreich. Vorgestern Abend diskutierte er in Wien mit einem Vertreter der quintessenz, einer Organisation zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter und mehr als 120 Gästen. Pilz ist Sicherheitssprecher der Grünen und in der Diskussionsrunde ging es um die umstrittene Novelle des Sicherheitsgesetzes (SPG) und den Überwachungsstaat. Das neue SPG verpflichtet Mobilfunker Standortdaten und die internationale Mobilfunkteilnehmerkennung (IMSI) des Handybesitzers preiszugeben, sofern ihn die Polizei auffordert dies zu tun. Darüber hinaus müssen Provider ähnliches tun, indem sie Name und Anschrift von Nutzern bestimmter IP-Adressen herausgeben. Eine richterliche Kontrolle gibt es nicht mehr und eine Information der Betroffenen und die Löschung der Daten sind nicht vorgesehen.

Doch er ist auch der Meinung, dass die öffentliche Meinung im Wandel sei und sich Widerstand lohnt. Vor zehn Jahren hätte man für eine Petition vielleicht 500 Unterschriften bekommen. Auf der Internetseite ueberwachungsstaat.at haben bereits 21.000 Leute eine Petition gegen den Überwachungsstaat unterschrieben. "Widerstand ist nicht zwecklos", meinte Pilz, "das hat eine viel größere Chance, mehrheitsfähig zu werden, als die Überwachung von [Innenminister Günther] Platter, [Ex-Bundeskanzler Wolfgang] Schüssel [beide ÖVP] und ihrem sozialdemokratischen Beiwagen.".
Seiner Meinung nach gibt es einen Konflikt auf der Regierungsebene. Gerade wenn sich Politiker nicht einig sind, ist es wichtig auf sich aufmerksam zu machen, um die Zweifler zu unterstützen. Darüber hinaus ist eine sachliche Diskussion mit Politikern nicht möglich, da sie nicht zuhören. Laut Pilz läuft eine Gesetzesvorlegung folgendermaßen ab. Die Abgeordneten legen Listen vor, auf denen sowohl die Fragen, als auch bereits die Antworten der Minister und Beamten stehen. Die Abgeordneten lesen ihre Fragen vor und die Befragten die Antworten.
Große Zahlen allerdings beeindrucken die unsicheren Parteien. Es ist also nicht entscheiden ob eine Partition unterschrieben wird, sondern wie oft. Davon abgesehen kann ein gewaltfreies Zusammenleben nur funktionieren, wenn die Verfassung respektiert wird.
Im weiteren Verlauf der Diskussion bezeichnete Pilz den Bundestrojaner als unsinnig dessen Ausführung und Einsatz für absurd. Er sagte auch, dass eine pure Verdächtigung reicht, um den Grundrechtsschutz auszuschalten und die Vorratsdatenspeicherung alle Bürger unter Generalverdacht stelle. "Mein Vertrauen in die Justiz, rechtsstaatliche Prinzipien einzuhalten, ist sehr groß. Mein Vertrauen in die Polizei, rechtsstaatliche Prinzipien einzuhalten, ist für viele erstaunlich groß.".
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/102748,heise.de
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Zu viel
Ich habe langsam das Gefühl das wir direkt wieder auf eine Art STASI-Staat zu gehen. Jeder will jeden Überwachen und wer Mist baut ist weg vom Fenster. Doch wo ist die Privatsphäre? Das Telefongespräche abgehört werden ist ja bereits klar. Das kümmert mich persönlich nicht sehr viel. Doch wenn der Staat versucht meinen PC zu durchforsten, nach irgendwelchen privaten Daten, ist es vorbei mit Toleranz. Das geht zu weit, denn fast alle Personen, die einen PC haben, speichern viele Private Daten auf ihren Rechnern. Dazu zählen Fotos, Kontodaten, Passwörter..usw.
Man sollte sich mehr um Armut und Terrorismus kümmern, als um die Privaten Daten von normalen Bundesbürgern.

Torsten0
aD0
Torsten0
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