Need for Speed: CARBON - Vollversion Review
Wie schlägt sich der 11. Teil der Arcaderacer-Serie? Lest den Test bei projectlan.de!

Zurück auf der Straße
Auch dieses Jahr darf wieder gerast werden. Im mittlerweile elften Teil der NfS-Rennspielserie, Need for Speed: Carbon schickt uns Publisher Electronic Arts wieder in packende Duelle mit aufgemotzten Supersportwagen. Nach der abenteuerlichen Flucht aus Rockport City im Vorgänger Need for Speed: Most Wanted, beginnt der neue Teil nahezu lückenlos. Mit ihrem BMW M3 GTR, in welchem Sie die Stadt mehr oder weniger freiwillig verlassen mussten, erreichen Sie mitten in der Nacht Ihren neuen Heimatort - Palmont City. Schon beginnt die liebevoll erzählte Story, welche in gerenderten Szenen mit echten Schauspielern erzählt wird. Die kesse Nikki begleitet Sie dabei und macht Ihnen unmissverständlich klar, dass es irgendwann darum geht, dem miesen Darius die Stirn zu bieten. Bis dahin allerdings, ist es kein einfacher Weg und es gilt viele Konkurrenten zu besiegen.
Die Stadt
Den Kennern der NfS-Reihe wird sofort auffallen, dass die Straßen von Palmont City wesentlich detailreicher in den ausschließlich Nachts stattfindenden Rennen glänzen, als noch in den Vorgängern. Die besser aufgelösten Texturen zieren nun endlich auch die Straßen, was die Grafikfetischisten freuen wird. Zwar ist die optische Abwechslung des zu Spielbeginn zu erobernden Stadtteils recht dürftig, jedoch mit fortschreitendem Erfolg dürfen Sie auch wesentlich abwechslungsreichere Kurse befahren. Beeindruckend sind die zum Teil extrem langen Kurse mit Rundenzeiten von weit über 4 Minuten und Längen von mehr als 30 Kilometern. So kommt man an spärlich beleuchteten Staudämmen vorbei oder kreuzt in der Gegend von Chinatown in engen Gassen den nächtlichen Straßenverkehr. Ein besonderes Highlight bieten die neu hinzugekommenen Canyon-Rennen. Dabei sind diese in verschiedene Kategorien eingeteilt. Es gibt Canyon-Drifts, Canyon-Drafts und Normale Rennen. Durch die extreme Hanglage der Strecken, sind besonders im Drift herrlich lange Slides um die spektakulären Kurven möglich. Abgelenkt vom herrlichen Ausblick über die gesamte Stadt, kann es jedoch im Canyon-Draft-Rennen vorkommen, dass Sie die Leitplanken durchschlagen und das Rennen von vorne beginnen müssen. Denn in diesem neuen Modus müssen Sie im ersten Teil dem vorausfahrenden Gegner so dicht wie möglich hinterherfahren. Dabei ist der Abstand wichtig, denn umso kürzer der ist, desto mehr Punkte gibt es für Sie. Fahren Sie dem Vordermann auf, gibt es Punktabzug. Wenn Sie die Distanz gemeistert haben, beginnt der zweite Teil und das Rennen beginnt vorn, jedoch mit vertauschten Rollen. Dabei werden Ihre Punkte als Vorlage genommen und umso besser Ihr Verfolger sich anstellt, werden diese immer weniger. Wenn Sie es schaffen ins Ziel zu kommen, bevor Ihr Punktestand komplett aufgebraucht ist, haben Sie gewonnen.
Der Fuhrpark
Jeder kennt das, man geht ins Kino oder zur Disco und sieht aufgebohrte Wagen, welche von Profis auf Hochglanz gebracht wurden. Und während man davon träumt selbst mal am Steuer solch eines PS-Monsters zu sitzen, wird man an sein eigen VW Polo Baujahr 1980 erinnert. Dafür bietet NfS: Carbon jede Menge Möglichkeiten, sich auszutoben. Die Fahrzeuge sind hierfür erstmalig in drei Kategorien unterteilt. So stehen Ihnen zu Beginn, nachdem Sie ihren geliebten BMW abgeben mussten Fahrzeuge der Klasse Tuning, Exotic und Muscle zur Auswahl. Was banal klingt, unterscheidet sich im Spiel doch recht erheblich. Die Tuner-Autos sind agil und ein gesundes Mittelmaß zwischen Beschleunigung, Top-Speed und Handling. Zu ihrer Klasse gehören Fahrzeuge wie der Golf R-32, der Renault Clio V6 oder der Mitsubishi Eclipse GT. Im Exotic-Pool befinden sich die teuren Sportwagen wie der Alfa Brera, der Mercedes Benz CLK 500 oder der Porsche Cayman S, welche besonders mit ihrer hohen Endgeschwindigkeit überzeugen können. In der ausschließlich mit protzigen amerikanischen Sportwagen versehenen Muscle-Serie unter anderen den Ford Mustang GT, den Dodge Charger SRT8 oder den Chrysler 300C auf. Letztere haben ein irres Drehmoment und lassen beim Start alle anderen Wagen eiskalt stehen. Auch zum driften sind diese Fahrzeuge besonders geeignet, wenngleich etwas schwerer zu beherrschen, da sie beim Lastwechsel eher träge reagieren, statt das zu tun, was man selber will. Um dem ganzen etwas entgegen zu wirken, können Sie alle Fahrzeuge auch technisch tunen. Vom größeren Motor über bessere Getriebe, Nito-Einspritzanlage, dem Fahrwerk und den Bremsen ist nahezu an alles gedacht wurden. Jede einzelne neue Anschaffung können Sie individuell an Ihre Vorliebe anpassen. So können Sie über meistens 3 Verschiedenen Einbauteile das Fahrzeug eher zum Unter- oder Übersteuern zwingen oder die Bremskraft von Vorn nach hinten legen. Ebenso darf an der Lachgasanlage herumgespielt werden, damit Sie einen kurzen aber heftigen Schub oder einen lahmeren dafür aber längen Boost erhalten. Am Motor darf das Drehmoment justiert werden, was dem Auto zu einer besseren Beschleunigung oder einer höheren Endgeschwindigkeit verhilft. Mit ein bisschen Feingefühl können Sie auf diese Art und Weise auch einer biestigen Dodge Viper die Krallen stutzen und Sie etwas robuster machen.
Zu den insgesamt 43 fahrbaren Wagen gehören auch edle Verteter wie der Koenigsegg CCR, der Infiniti G25, das Bondauto Aston Martin DB9 oder der extrem seltene Plymouth Road Runner. Die Fahrzeuge kann man entweder durch bestimmte Rennen dazu gewinnen oder man fährt mit Hilfe des GPS-Systems zum Händler des Vertrauens, um seinen Fuhrpark zu erweitern.



Jedem das Seine und für mich bitte Pink
Wie aus Underground, Underground 2 und Most Wanted bekannt, kann man nicht nur schrauben und an der Leistung tunen, sondern auch wieder pimpen, sprayen und die Kiste optisch einzigartig designen. Denn am Ende zählen nicht nur die inneren, sondern auch die äußeren Werte. Dem Spiel jedoch ist das egal. Aber wer will schon mit einem normalen weinroten Mazda durch die Stadt heizen, wenn man dies auch mit einem chromlackierten, Prollfelgen bestückten, tiefergelgtem RX-8 machen kann, an dem ein fetter Spoiler prangt und die Schweller breiter sind als das eigentliche Auto. Dabei wartet Carbon mit einer weiteren Neuerung, dem Autosculpt. Mit dieser für viele Teile zur Verfügung stehenden Option können Sie diverse Teile von der Frontschürze, den Felgen, dem Spoiler und der Motorhaube bis hin zum Dach und den Feuer speienden Endrohren alles per Schieberegler individuell verändern. Sollen die Felgen 5 Speichen oder doch besser 10 haben, nach innen oder doch besser nach außen gewölbt beziehungsweise sollen die Felgen mit Flats oder mit Ballonreifen bestückt sein. Soll die Karosserie komplett in die Breite gezogen werden oder soll der Spoiler länger sein als der der Konkurrenz. All dies können Sie in bis zu 8 verschiedenen Optionen pro Anbauteil selbst festlegen. Auch beim Lack und den beliebten Vinyls hat sich einiges getan. So gibt es vordefinierte Komplettpakete zu den nahe zu unzählbaren verschiedenen Aufklebern. Wieder in diverse Klassen unterteilt dürfen Sie die Aufkleber jetzt nicht nur farbig anpassen sondern auch in Größe und Position, Sie dürfen die Vinyls drehen oder gar spiegeln. Auch beim Lack gehören jetzt neben den insgesamt 7 Typen der Zweifarblack und Matt dazu. Wie bei den Vinyls können Sie die Farben stufenlos verändern von Grau über Blau bis Pink, um Ihrem Fahrzeug ein individuelles Design zu verpassen.
Du bist nicht allein
Erstmals bei Need for Speed ist es möglich mit einem sogenannten Crewmember zu fahren. Das ist kein Streckenposten oder ein Boxenmitglied, sondern ein eigenständiger Pilot, der einem das Rennleben etwas leichter gestalten kann. Jedes Mitglied hat spezielle Fähigkeiten und Eigenschaften. So gibt es unter ihnen den gewitzten Scout, welcher auf Wunsch verwinkelte Abkürzungen findet, den flinken Drafter, der Sie in seinem Windschatten an den Gegnern vorbei zieht und den fiesen Blocker, der gezielt die Miese Konkurrenz von der Straße kickt. Pro Rennen können Sie sich für einen der teilweise recht hilfreichen Kollegen entscheiden.
Des Weiteren geben diese Wingmen auch spezielle Boni. Sie schalten uns spezielle Tuningteile frei, ermöglichen einen besseren NOS-Ausstoß und wieder andere geben pro Rennsieg eine höhere Prämie preis. Somit können wir uns Stück für Stück eine eigene Renncrew mit maximal 3 Fahrern zusammenstellen, um diese dann im Spielverlauf so effektiv wie möglich einzusetzen.
Nicht so schnell mit den vielen Pferden
Nicht fehlen dürfen die in NfS bekannten Polizeiverfolgungsjagden. Die mitunter extrem nervigen Beamten heizen mit ihren Zerstörbaren Streifenwagen hinter einem her, als geht es um das überleben der Menschheit. Besonders wenn man mit seinem Fahrzeug in den in 5 Teile gegliederten Rängen nach oben klettert und neben der Polizei auch das FBI an einem dran hängt, werden diese Typen echt ungemütlich. Nicht selten hängen bis zu 100 Fahrzeuge der Gesetzesvertreter an einem dran und man tut gut daran, die Flucht zu ergreifen. Wenn man mit einem Fahrzeug im Karrieremodus 3-mal verhaftet wurde, ist man nämlich das Fahrzeug los. Um dies zu verhindern gibt es auf den Straßen versteckte Winkel, die einem bei der Flucht eine bessere Möglichkeit zum entkommen bieten. So ist man die lästigen Verfolger schnell wieder los. Außerdem hilft das umlackieren oder umbauen sowie das wechseln des Fahrzeuges, denn auch in Palmont City ist die Polizei leicht vergesslich. Wie in den Vorgängern schon gewohnt, darf man auch in Carbon die Stadt wieder frei befahren, um an markierten Stellen Rennen zu absolvieren. Alternativ springt man per Übersichtskarte von Ort zu Ort und umgeht das auf Dauer etwas eintönige Umhergefahre. Gewinnt man alle Fahrten in einem Stadtgebiet, steht ein Rennen gegen den Boss an. In einer Art Turnier gilt es diesen zu besiegen, damit einem der Bezirk komplett gehört.
Belohnungen bitte
Hat man die Stadtteilbosse bezwungen darf man wieder eine Art einarmiger Bandit spielen um per Zufall ausgewählte Sonderteile oder ganze Fahrzeuge zu gewinnen. Auch gibt es wieder den Freifahrtsschein, den man gegen die Staatsgewalt einsetzen kann, sowie besondere Performance- oder Stylingteile.
Wenn man sich selber Boss von Palmont City nennen darf, ist jedoch lange noch nicht Schluß mit dem neuesten Teil von Needfor Speed: Carbon. Denn es stehen einem noch 39 Rennen im Challenge-Modus zur Verfügung. Die in 13 Teile gegliederten Rennen haben bestimmte Ziele, die es zu erfüllen gibt. So dürfen Sie in jeweils 3 Schwierigkeitsstufen gegen die Polizei antreten, spezielle Canyon-Rennen fahren oder sich wieder mit möglichst hoher Geschwindigkeit blitzen lassen. Wenn man eine Sparte erfolgreich gemeistert hat, wartet dann ein besonderes Schmankerl auf einen. So kann man sich auf diese Art und Weise zum Beispiel einen Jaguar XK 2007 für die freie Fahrt erspielen oder die per Autosculpt veränderbare letzte gesperrte Spoilerversion.
Mehr Schall und weniger Rauch
Neben den wohltuend sparsam verwendeten Effekten wie Motion-Blur sorgt das Spiel neben den toll modellierten Fahrzeugmodellen samt Tuningteilen auch aus den Boxen wieder für ordentlich Schmackes. Der hervorragende Soundtrack umfasst diesmal keinerlei Lieder amerikanischer Textsprecher zu hipper Beatmusik, sondern sehr hochwertige Musikstücke, welche zudem erstmals auch dynamisch eingespielt werden. Die Fahrzeug-Sounds gehören zu dem besten, was die Rennspielserie auf dem PC derzeit zu bieten hat. Das tiefe Grollen der V8, das typisch hämmern vom BMW oder das aggressive fauchen des Lamborghini Gallardo.
Fazit:
Need for Speed: Carbon ist die gelungene Fortsetzung der NfS-Reihe. Die Rennen sind atemberaubend schnell und durch die unterschiedlichen Modi recht abwechslungsreich. Die Atmosphäre mit der tollen Grafik und dem alternativen Soundtrack tun ihr übriges, um das Spielen zum Erlebnis zu machen. Es darf wieder nach belieben getunt und optisch gebastelt werden, was besonders durch das hinzugekommene Autosculpt noch abwechslungsreicher geworden ist. Negativ sticht der fehlende LAN-Modus ins Auge, was vor allem für PC Spieler und LAN-Teilnehmer ein nicht zu verachtender Kaufgrund ist.
Nichts desto trotz wartet Need for Speed: Carbon mit einer geballten Ladung Rennaction auf und ist sowohl für Laien des Genres als auch für Besitzer der Vorgänger zu empfehlen. Denn nichts ist spannender, als sich hinter das Steuer seiner eben gepimpten Karre zu setzen und drauf los zu heizen.
Collectors Edition:
Es gibt außer der normalen Version von Need for Speed: Carbon noch eine sogenannte Collectors Edition im Handel. Für ca. 55,- Euro erhält man dafür 6 weitere Herausforderungen, vier zusätzliche Fahrzeuge (Nissan 240SX, Koenigsegg CCX, Chevrolet Camaro Concept, Jaguar XK), 10 bereits fertig getunte Flitzer, sowie eine Menge neuer Vinyls. Außerdem liegt der Packung eine DVD mit der Entstehungsgeschichte der Rennspiele bei.
(gh/rn)
Gut
dynamischer Soundtrack sehr schön modellierte Fahrzeuge hoch aufgelöste Streckentexturen Crewmanagement 3 verschiedene Fahrzeugklassen sehr viele optische Tuningmöglichkeiten Teiletuning mittels Autosculpt stilvolle Zwischensequenzen spannender „Canyon-Modus“ 43 Fahrzeuge
Schlecht
nur Nachfahrten Mehrspielermodus nur via Internet nur Texturen-Schadensmodell für Profis zu einfach nicht alle Menüoptionen ohne Maus wählbar
- 0
meinung
gut beschrieben und alles wesentliche dabei
für zwischendurch ist das game auch zu empfehlen (karrieremodus ist in 6-8h vorbei...leider) - 0
Spielzeit
@Wusel: Nach dem Abschluß der Karriere ist NfS:Carbon aber erst zu 40% durchgespielt (laut interner Statistik) und du darfst auch nicht vergessen, dass nicht alle solche Rennspiel-Freaks sind, wie Du! 😃 - 0
verbesserung
karriere is nun mal das was man durchspielen will 😉
bei abschluss der karierre haste mindestens 53% 😛 - 0
Ich meinte das rein rechnerisch...
110 Rennen in der Karriere, 101 Rennen im Quick Match und die 39 bzw. 45 Rennen der Herausforderung. Macht zusammen grob gezählt 250 Rennen. Wenn ich jetzt die 110 der Karriere nehme sind das übern Daumen ca. 40%. 😎 - 0
Ich meinte es wie in deinem ersten Kommentar...
...da steht geschrieben..."(laut interner Statistik)"...also habe ich deinen Wert nur korriegiert, mit besten Gewissen nach der Statsitik im Spiel 😛 - 0
Zum Spiel
Nach dem ich Most Wanted nicht durchgespielt habe, da mir langweilig wurde beim Spielen hatte ich schon Befürchtungen, dass es bei Carbon auch so enden wird....aber denkste, ich hab die Karriere und Challenge im Wechsel gespielt, so kam immer mal ein bisschen Abwechselung auf und man konnte mit Autos fahren die man erst später im Spiel zur Verfügung hat oder auch nicht(der Kipper 😃). Carbon hat mich 3 Wochen "beschäftigt" da ich immer nur so maximal 4-5 Rennen gefahren bin und somit war die M - 0
- 0PAPac-Man
Geil
Mich hat Carbon ein wenig enttäuscht. Die Karrere ist viel zu kurz und zu einfach. Und kein LAN Modus. Über den online Modus muss man nicht reden. Die Server sind das letzte

Torsten0
Torsten1
Torsten0
Torsten0
























