Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II Review
Was Frodos Kumpels nicht erwähnt haben...

Wer „Herr der Ringe“ zuerst im Kino gesehen und nicht vorher gelesen hat, wird sich im Spiel leicht erschlagen vorgekommen sein: Namen über Namen, Querverweise ohne Ende, mit denen man da bombardiert wurde. Doch genau das gehört paradoxerweise zum Erfolgssystem Tolkien – der alte Legendenfuchs dachte sich viele Tausend Jahre Geschichte einer ganzen Welt aus, bevor er sich an seine Roman-Trilogie setzte. Und so ahnen wir in „Herr der Ringe“ oft nur, dass vor dem dritten Zeitalter in Mittelerde schon einiges abgegangen war, und dass nicht allein die Kommandounternehmen von Frodo und seinen Kumpeln zum Sieg über Sauron geführt haben.
Eben diesen anderen Schlachten des Ringkrieges widmet sich das Strategiespiel „Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II“, das in zwei Einzelspielerkampagnen über die Verteidigung von Bruchtal, die Eroberung des Auenlandes durch die Orks, den Kampf um die Zwergenreiche und dergleichen mehr berichtet – jeweils aus der „guten“ und aus der „bösen“ Perspektive. Auf der Seite des Lichts steuert der Spieler unter anderem Elben, Ents, Zwerge und Waldläufer, auf der Seite der Dunkelheit natürlich Orks, aber auch Ostländer, Kampftrolle
und Drachen.
Dem allgemeinen Trend im Genre folgend setzt das Spiel auf das Heldenprinzip, die Heroen verfügen jeweils über Spezialfähigkeiten: Die Nazgul zum Beispiel schreien ihre Widersacher in die Flucht, die Elbenfürsten können heilen und die Zwergenhelden verfallen in einen Kampfrausch. Um Defensivtaktiken zu ermöglichen, lassen sich Mauern und starke Festungen errichten, letztere kann man bis zu einem Superzauber upgraden (Elbenburgen zum Beispiel erschaffen Riesenadler, Ork-Festungen haben ein Feuerball-Katapult).
Ansonsten hält sich die „Schlacht um Mittelerde 2“ weitgehend an die Konventionen des Genres, etwa bei den Tastaturkombinationen, und bietet die üblichen Ausbildungsgebäude für Nahkampf-, Fernwaffen- und Spezialeinheiten. Die Figurensteuerung ist so präzise, wie man es von einem Spitzenspiel erwartet – allerdings bleiben manche Einheiten manchmal sinnlos im feindlichen Geschosshagel stehen. Auch optisch gehört die „Schlacht um Mittelerde 2“ zur Königsklasse, das Spiel nutzt die meisten moderneren Grafikeffekte. Im Mehrspieler-Modus stehen insgesamt 40 Karten für bis zu acht Kombattanten zur Verfügung, das Übliche also.
Nicht ganz so überzeugt hat mich allerdings die epische Tiefe der Kampagnen: Bei dem Futter, das Tolkien bereithält, wäre eine packende Geschichte durchaus möglich gewesen, diese Chance haben die Programmierer weitgehend vertan. Da sich der Vergleich von selbst aufdrängelt: In puncto Story fand ich „Warcraft III“ besser. Anders als das Blizzard-Spiel hält sich Electronic Arts jedoch ohnehin stärker an die „Herr der Ringe“-Verfilmungen, was durchaus auch seinen Reiz hat: Die schwarzen Korsaren sehen hier Regisseur Peter Jackson ein wenig ähnlich und Sprüche wie „Vorwärts, ihr Maden“ kommen aus derselben Quelle. Ein noch schwerwiegenderes Manko: Das Spiel läuft nicht auf allen Rechnern, die Fehlerquelle ist bis jetzt noch nicht erkannt.
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Heyho.
Ein schönes Review. Vielen Dank an den Autor. Bleibt zu hoffen, dass sich der Installbug beim Spiel noch verflüchtigt. - 0THThor
lösung game.dat Problem
Das im Artikel geäußerte Problem war, dass sich das Spiel auf einer von drei versuchten Plattformen nicht starten ließ - mit einer Game.dat Fehlermeldung.
Mein Lösungsweg:
1. Spiel auf version 1.3 gepatcht - kein Erfolg
2. Firmeware-Update für DVD-Lw - kein Erfolg
3. Speicherresidente Programme abgeschossen (u.a. Firewall) - kein Erfolg
4. Treiber-Update für ATI-Grafik auf Catalyst 6.8 + Update akt.- Treiber für Soundkarte Creative X-Fi - und dann lief das Spiel (ich tippe auf Creative) - 0

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